Light a Pagan Fire Tour 2009

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Das Teilnehmerfeld in diesem Jahr bestand aus den Lederhosen „Helfahrt“ wohnhaft im schönen Bayern, den thüringer Tour- Siegern aus dem Jahre 2006 „Odroerir“ und den sagenhaften Headlinern „Gernotshagen“, ebenfalls aus Thüringen.

Teilnehmerliste:

Helfahrt:
Maxi, die "Eineiigen" Zwillinge Tobbs und Basti, der junge Partyvan und der Session-Drummer dessen Namen ich immer vergesse, aber er heißt Matte

Gernotshagen:
Blumentopf, Curly Sue, Dechet, Völkerball, Murry und Askan



Odroerir:
Fix, König Stickel, die Pummelfee (*kopfschüttel*), Marley, Veitn und Filib



und natürlich unser Busfahrer Patrick alias „Karel“ und Tourmama Kelly
Friday 02.01.09 Bad Salzungen - KW70
KW70
Der Tourauftakt fand wiedermal im KW70 in Bad Salzungen statt. 
Etwa 240 zahlende Gäste standen in einer Seelenruhe vor der Bühne. Als Vorband fungierten den heutigen Abend Elivagar. Helfahrt und Odroerir waren stets bemüht, dem Publikum ein kleines Haareschütteln zu entlocken, doch erst bei Gernotshagen kam etwas Wallung in die Massen. Alles in allem war es ein recht erfolgreicher Start. Wahrscheinlich steckte den Metallern noch Silvester in den Knochen.
Nach dem Konzert ging dann alles ganz schnell. Ratzfatz hatte uns Sven rausgeschmissen und so machten wir es uns im (eisekalten) Bus gemütlich.


Als Gäste begrüßten wir Roman, Susi und Carsten, die mit leichtem Vorsprung gestartet waren. Die Heimscheißer von Gernotshagen schwänzten schon die erste Etappe, das gab Punktabzug. Für die Helfahrer hielt allein Tobs verzweifelt die Fahne hoch.

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Saturday 03.01.09 Berlin - K17

K17

Ankunft: 16.00 Uhr, arschkälte und einen Bärenhunger
Der Soundcheck lief heute etwas schneller und geordneter ab. Der Sound war wieder einmal sensationell:  Danke Gian. Wahnsinnige 200 Gäste zahlten 18 Euro (!!!), um uns zu sehen und waren supergeil drauf. Was für ein Gig. Das Catering – naja – erst Toastbrot und Kleisterkäse und dann etwas, was vermutlich chinesisch sein sollte. Egal, die Show war klasse. Support heute war Tarabas.

Schon von vornherein war klar, daß uns an diesem Abend ein spannendes Rennen bevorstand. Die Party stieg nebenan auf 3 Floors. Metal, 80er Jahre und eine Gruft boten uns sämtliche Möglichkeiten. Alle waren am Start und anfangs noch gleich auf. Wer würde das Rennen wohl machen? Das Verfolgerfeld war fast bis zum Schluß richtig gut drauf. Zwischen den Stockwerken hangelten wir uns von Type O Negative über Alice Cooper (ganz toll intoniert von Fix) nach Bloodbath, Fear Factory, Peter Gabriel und Co. Die Haare wurden ordentlich ausgeschüttelt und der Robotdance bühnenreif geprobt.

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Sunday 04.01.09 Hamburg - Marx

Marx

Ankunft: 15:30 Uhr
Das schöne Hamburg. Wir schwelgten in Erinnerungen von Gerhardt- und Herbertstraße. Das Catering war mal wieder klasse. Ein- und Ausladen mußten wir über die große Markthalle per Aufzug und jeder träumte heimlich davon einmal da aufzutreten wo bald Axel Rudi Pell die Saiten klingen läßt. Wenigstens die Dusche der ganz Großen durften wir mit unserem Tourdreck beschmutzen, hihi.

Schon beim Soundcheck zeigte sich das gleiche Problem wie damals. Der deutschen Bahn sei Dank wurden unsere Gitarristen von den lästigen Störgeräuschen der Bahnanlage gequält. Im Vorverkauf gab es „Meet and Greet“ Packages zu kaufen mit ein paar CDs der Bands und so standen noch mehr Leute in dem winzigen Backstage sinnlos herum.

Das Bier war ziemlich schnell alle und so mußte Kelly erneut mit dem Veranstalter um 2 weitere Kästen feilschen. Zirka 100 zahlende Gäste gingen richtig gut ab und auch am Merch sah es ganz gut aus für einen Sonntag. Die Vorband heute Strydegor (oder wie wir sagen „Styropor“) waren ganz freundliche Jungs, aber keiner sah sie, da wir alle mit dem „Meet and Greet“ und dem Catering beschäftigt waren.
Stellt sich die Frage was an einem Sonntag auf dem Kiez noch so zusammen abgeht.  Kurzerhand fuhren wir mit 2 Großraumtaxen in die Gerhardtstraße. Einige schwächelten aber der Großteil war noch nicht satt und heiß auf eine Nacht auf der Reeperbahn.

In der City angekommen mußten wir mit großem Bedauern feststellen, daß fast alle Clubs bis auf einen kleinen Irish Pub geschlossen waren. Bereits nach ein paar Guinness rief Apress die letzte Runde aus, ein Amerikaner aus Atlanta, Georgia. Stickel bestellte dann gleich mal 37 Bier für alle, worauf Apress antwortete: „Ich muße nach Hause und liebe machen mit die Frrauw“. 2 Ründchen gab’s dann allerdings doch noch, weil wir so nett und aufdringlich waren.

Ein Amerikaner kam uns gerade recht, denn schon ein paar Tage zuvor stellten wir erschrocken fest wie „Helfahrt“ wohl in einem englischen Club ausgesprochen würde,  nämlich „hellfart“ – Höllenfurz. Apress fand das natürlich genauso lustig wie wir und so brachte er uns gleich noch eine Runde Bier. Dabei erwähnte er noch weitere Worte aus denen man lustiges „Denglisch“ machen kann, z.B. „Rectal City“, eines unserer nächsten Reiseziele.
Um 9 Uhr in der Früh brachen wir nach Minden in die Musikbox auf.


"Guinness is Good For You"

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Monday 05.01.09 Minden - Musikbox

And the winner is ...!?!
Gegen 16 Uhr krochen die Erschöpften aus den Betten und begutachteten die Musikbox in Minden. Eigentlich ein echt geiler Club. Rote und gelbe Wände, ein cooler Backstage (3 Flaschen Wodka und endlos Energy standen schon parat), verschachtelte Räume und jede Menge Platz für viele viele Fans bot der Club.

Allerdings war es dermaßen arschkalt, daß jeder versuchte, noch ein Plätzchen am Heizlüfter zu ergattern, echt hart an der Grenze. Der Soundcheck verlief sehr schleppend, da die Technik nicht den hohen Erwartungen unseres Mischers entsprach – armer Gian (ja er hat beim Summerbreeze und Metalcamp gemischt *gähn*).

Schon jetzt war klar, daß der Gig am nächsten Tag wegen schlechten Witterungsverhältnissen ausfallen würde. Spekulationen betreffend Antifa lösten sich in Luft auf. Wahrscheinlich lähmen 3 Schneeflocken heute noch immer das gesamte Ruhrgebiet. Schade um das schöne Turock.

Das Catering war total super. Belegte Brötchen, Spekulatius und selbst gemachte Pizza füllten unsere Mägen. Aber immer wieder diese Kälte….
Vorband heute, wie in Bad Salzungen, Elivagar - ein Unterschied zu den „heimlichen Headlinern“ Helfahrt wie Tag und Nacht. Nur 43 zahlende Gäste verirrten sich in den Laden, um einen wahrhaft „paganischen Feuerwerk“ beizuwohnen. Der Bühnensound war grottig und nein, Gian war nicht dran schuld (zwang er mich zu schreiben).


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Vorne raus war es einigermaßen ok und ziemlich laut. Was mich anpißt auf dieser Tour ist, daß ich hinter dem Merchandise Stand versauer und nirgends darf man rauchen. Draußen sind es minus 20 Grad und drinnen trocknen einem die Heizlüfter der Clubs die Schleimhäute aus – so‘n Scheiß ey.
Nachher hatten wir uns entschieden, gleich nach Darmstadt aufzubrechen. Vom dortigen Veranstalter wurde uns Strom für die Nacht zugesichert.

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Tuesday 06.01.2009 Darmstadt (Day off)

Es ist zu erwähnen, daß der zugesicherte Strom für die Nacht nicht wirklich ausreichend war. So gefroren beispielsweise in der unteren Lounge bei minus 8 Grad die Getränke. Das Schlafen war mit entsprechenden Klamotten erträglich, aber was will man bei minus 20 Grad Außentemperatur auch erwarten – das ist wirklich pagan:-). Was bot der Tag/Abend noch? Helfahrt wollten es sich im städtischen Schwimmbad gemütlich machen, waren allerdings drei Minuten zu spät und standen vor verschlossener Tür. Den Schwimmbadbesuch holten sie tags drauf nach. Der Rest der Truppe machte es sich nach einem gescheiterten Versuch, per ÖPNV nach Darmstadt zu kommen, in einem nahe gelegenen Restaurant bei geilen Riesenschnitzeln und ordentlich Biertöpfen gemütlich. Was folgte, war eine weitere eisige Nacht.

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Wednesday 07.01.2009 Darmstadt - Steinbruchtheater

alles gefroren!?!
Im Club mußte unser Gian mal wieder mit einer unterirdischen PA kämpfen. Teilweise funktionierten die einzelnen Kanäle am Mischpult nicht, die Bassboxen bzw. eine Seite der PA wollten zunächst auch nicht so richtig. Irgendwie zauberte er aber einen passablen Sound und die wenigen Gäste konnten um so mehr euphorisch feiern, was alle drei Bands sichtlich beeindruckte.

Helfahrt bliesen zum Black Metal Sturm, danach Gernotshagen und heute mal Odroerir als Headliner. Wie gesagt, die Fans waren im wahrsten Sinne des Wortes fanatisch und umringten alle Bands nach der Show. Unser Marley wurde sogar als „Gott am Bass“ betitelt und lauthals auf der Bühne begrüßt. Nach dem Einladen leierte Kelly dem Veranstalter noch eine Kiste Bier aus dem Rippen (für 20 Euro!!!) und wir brachen noch in der Nacht zum Donnerstag Richtung Leverkusen auf, wo wir auf einem Rastplatz die restliche Nacht verbrachten. Ausfälle in dem Sinn gab es nicht, allerdings hatten Blumentopf, Gian und Völker gut zugelangt. Die letzten waren Veit, Murry und der Völker die bis halb 6 Uhr morgens noch Bier tranken.

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Thursday 08.01.2009 Alphen a/d Rijn - Het Kasteel

Nach ruhiger und harmloser Fahrt sind wir um 15:30 Uhr am Club angekommen und bestaunten zu allererst den recht neuen und großen Laden mit nahezu perfekter Technik – also riesiges Mischpult, anständige PA und Bühnenmonitormixer. Außerdem begrüßten wir einen alten Bekannten: Kim von Fear Dark, der heute Veranstalter ist. Wie in alten Zeiten (Tour mit Eluveitie 2006) versorgte er uns mit den wichtigsten Bedürfnissen: Essen, Kaffee, Bier (endlich wieder 0,5 L). Allerdings ist der Zugang zur Dusche nicht möglich, da kein Schlüssel da war.
Catering war wieder sehr gut: chinesisches Essen mit großer Auswahl. Die Zeit bis zur Show vertreibt man sich mit Schachspielen und – wie immer – dummen Gelaber.
Vorband waren Encorion mit hübscher Geigerin und „einarmigem“ Drummer – beachtlich! Matthias war glücklich, daß er nichts an seinem Aufbau verändert hat.
Leider verirrten sich nur 15 zahlende Gäste in den riesiges Laden, die aber eine gute Stimmung machten. Die wenigen Leute wurden von den restlichen Bandmitgliedern stimmgewaltig unterstützt.

K17

Nach der Show wurde entweder im Bus gepokert, wo Matthias mal wieder erfolgreich sein Pokerface aufsetzte. Ein paar nimmersatte Gernotshagen und Odroerirleute wurde von einem Fan noch in eine ganz nette kleine Metalkaschemme geschleppt, wo noch zwei drei Bier vertilgt wurden.
Tags drauf ging es auf gemütlicher zweistündiger Fahrt nach Eindhoven.

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Friday 09.01.2009 Eindhoven – Dynamo
Am Veranstaltungsort angekommen, mußte Patrik all seine Fahrkünste unter Beweis stellen und den Bus samt Trailer rückwärts in eine enge Zufahrt zum Club lenken. Nach der Ankunft gönnten sich einige ein fettes Frühstück mit Lachsomelette und Riesenmegapfannkuchen. Ab heute hatte unser Gian mit obskuren Stellplätzen für das Mischpult zu kämpfen. Als Vorband beehrten uns Elexorien, worauf unsere spitzesten Männer sich besonders freuten, da zwei ganz ansehnliche Frauen mit in der Band dabei sind. Einen bitteren Auftritt lieferten Elexorien, da es schon schien, als wenn sie ihren kompletten Freundeskreis mit in den Backstage brachten, was unseren Tourmanager Kelly schier zur Weißglut brachte.
Positiv im Dynamo waren die Duschen, WCs und ein separater Dressing Room … es sollte die letzte Dusche für die nächsten Tage sein. Wie in Alphen gab es wieder chinesisches Essen *würg*.
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Da Gernotshagen über eine schicke Ankleidepuppe verfügen und Helfahrt als auch Odroerir auf ein solches Objekt gieren, hatte ich ein richtiges Auge und fand eine etwas abgefuckte Schaufensterpuppe, welche von nun an Helfahrt bzw. Odroerir-Girlies ziert.
Mit ein paar Freunden wie zum Beispiel Sebas von Heidefolk wurde noch das ein oder andere Bier getrunken, Haare geschüttelt und die hübschen Mädels angemacht.
Noch in der Nacht ging’s aber gleich los in Richtung Calais/Frankreich, von wo aus die Fähre nach Dover übersetzt.

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Saturday 10.01.2009 London – Camden Rock

Nach ewig langer Fahrt erreichten wir London und das Camden Rock am Nachmittag, da allerdings noch niemand am Club war, mußten wir mit dem Bus wieder etwas nach außerhalb fahren. Von dort aus starteten einige ein bißchen sightseeing mit english breakfast und andere verschliefen die restlichen Stunden im Bus.

Am Club angekommen staunten wir nicht schlecht: das ist wirklich London Underground, ein siffiger Club, eine miese PA, eine extrem kleine „Bühne“ aber ein Publikum, was alle Bands ordentlich abfeierte. Vorband war FEN, die mit progressivem Gekreische begeisterten.
Da aber bereits 22:30 Uhr Schluß sein mußte, gab es nicht viel Spielzeit. Nach uns steppte in dem Laden noch eine R’n’B Disse, welche wir zugunsten eines echten Metal-Pub verschmähten.

Gians Arbeitsplatz

im Metal Pub
In dem Pub mußten mal wieder die gesamten durstigen Kehlen des Tourtroß mit Guinness, Strongbow oder Staropramen gelöscht werden. Ganz im Sinne einer Global City feierten Metaller, Punks und Rocker jeder Hautfarbe in diesem Laden zu feinstem Old-School-Geballer. Unser Blumentopf spendierte dafür jedem ein paar Bier aus der gut gefüllten Gernotshagen Merchandise-Kasse.
Gegen 2:30 Uhr verließen wir London wieder Richtung Fähre und Day Off, da die angesetzte Show in Antwerpen kurzfristig abgesagt wurde.

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Sunday 11.01.2009 Lyon ( Day Off)

Gegen 18.00 Uhr kamen wir im idyllischen Städtchen Lyon an und machten uns zunächst in dichtem Nebel auf die Suche nach „Le Lyon’s Hall“. Mit Hilfe von ein paar Brocken Französisch wurde der Bus an den Strom geklemmt und 20 hungrige Mäuler starteten per Metro in die Innenstadt. Die große Pizzeria an der Ecke kam uns gerade recht. Es war auch das einzige Restaurant was am Sonntagabend noch geöffnet war, was wir ein paar Straßen weiter, vorbei an Joop, Hermès, Louis Vuitton und Co. feststellen mußten. Am Sammelpunkt entschieden wir uns dann doch in der gut beleuchteten Pizzeria Platz zu nehmen. Kurzerhand fanden wir uns in einem etwas unterkühlten Extraraum wieder und verspeisten lecker Pizza, Lasagne und Tartar. Da sich der dämliche Kellner total verrechnet hatte und partout weder Englisch noch Französisch verstehen wollte zahlten wir eine ganze Pizza mehr und wanderten etwas verärgert durch die kalte Nacht zurück zum Bus. Gernotshagen hatten allerdings noch nicht genug und nahmen noch ein paar Bier und Rinderfilet in einem netten kleinen Pub um die Ecke ein, bis sie um 0.19 Uhr die letzte Metro zurück brachte.

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Monday 12.01.2009 Lyon - Le Lyon’s Hall

An diesem Morgen bzw. Mittag trieb uns der Hunger in ein schickes kleines Restaurant um die Ecke. Der Kellner offerierte uns Rindfleisch mit Salat und frischem Brot. Als „medium“ gebraten verstehen die Franzosen wahrscheinlich mal kurz in der Pfanne gewendet, und so aßen wir unter Würgen das blanke rohe Fleisch. Nun waren alle gespannt wie es wohl in dem Club aussah und einige freuten sich schon auf das Catering. Der Club an sich war eigentlich gar nicht so übel, obwohl dem Inhaber Olivier wohl nicht ganz klar war ob wir nicht doch in dem klitzekleinen Café in der oberen Etage spielen sollten.

K17

WC

Nach vielen Diskussionen wurde das Equipment endlich aufgebaut. Weder ein Techniker, noch ein Mensch für den Einlaß waren eingeplant. Catering gab es auch nicht, aber ich verhandelte mit Olivier. Ein paar Fritten und einen Hotdog für 1,50 € (nach weiteren endlosen Diskussionen) gab’s dann doch noch. Mitten in dem eisigen Club war eine einzige Toilette – ein echter Porzellandampfer -eingebaut. Irgendwie erinnerte uns diese Situation an das Frontline in Gent. Das war echter Rock’n’Roll.
Nun ja, die Hoffnung starb dann spätestens als wir erfuhren, daß an diesem Abend auch Vader, Samael und Dismember in der Innenstadt ein Konzert spielten – super. Schon beim Soundcheck flog andauernd die Hauptsicherung raus und Patrick war unser Standartenhalter am Sicherungskasten.

Eigentlich wollten wir schon wieder entnervt einpacken, aber schließlich verirrten sich doch noch 13 zahlende Gäste, der bisherige Tiefpunkt...Dabei kam die Show schon recht gut an. Nichts desto trotz räumten wir den Trailer ein und machten uns mit glühenden Reifen vom Acker. Den ganzen Abend wurde richtig gut gebechert. Veit gab Murry, mir und vor allem dem unwissenden Basti eine Lektion in Knack bis es draußen hell wurde. Nicht nur daß französische Tankstellen nicht durchgehend geöffnet haben, Bier und Zigaretten gibt es erst gar nicht.

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Tuesday 13.01.2009 Bologna - Sottotetto
Sottotetto
Um 10.00 hielten wir an einer italienischen Raststätte zum Duschen. Für schlappe 2 Euro gab es 10 Minuten heißes Wasser. Das tat allen wirklich gut, vor allem aber denen, die seit Eindhoven nicht gewaschen waren. Bis 13.00 waren auch die letzten Zähne geputzt und kurz nach 4 erreichten wir das Sottotetto etwas außerhalb von Bologna.











In schlimmster Erwartung öffneten sich vor uns die Türen zu einer wirklich professionellen Lokation. Eine riesige Bühne, extra Monitormischerin Gerda on Stage und ein digitales Mischpult mit fast 100 Kanälen ließen alle Augen leuchten. Enttäuscht stellten wir fest, daß auch dieser Veranstalter keinerlei Werbung gemacht hatte. Sogar auf dem großen Plan von November 2008 bis März 2009 fanden wir keine Erwähnung – Doordeal sei Dank.
Nach dem Soundcheck erwarteten wir wieder einmal gierig das Catering. Das Toastbrot quoll uns nämlich schon zu den Ohren heraus. Zur Vorspeise gab es Rigatoni mit Tomatensauce, als Hauptgericht 3 riesige Pfannen voller Broiler und ein schönes Käffchen zum Nachtisch.
Wenigstens 35 Leute fanden den Weg zum Konzert, und fotografierten ganz eifrig die gesamte Show über. Es war wirklich ein großartiger Sound, leider zu wenig Leute die ihn hörten. Hängenden Kopfes räumten wir den Saal und vertrieben uns die Zeit mit saufen, pokern und Skat spielen. Gegen 4 Uhr starteten wir in die Schweiz.

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Wednesday 14.01.2009 Winterthur - Salzhaus

Heute hatten alle wirklich große Erwartungen. Das Salzhaus war schon immer eine richtig gute Adresse gewesen. Dusche mit Hotelzimmer, grandioses Catering, Bombensound und zahllose, sowie zahlungswütige Fans standen an der Tagesordnung. Wir wurden nicht enttäuscht. Nach reibungslosem Soundcheck und gut gefüllten Bäuchen feierten uns über 100 Gäste ab. Auch 3 Freunde von Eluveitie waren da: Rafi, Meri und Chrigel freuten sich sehr die alten Bekannten mal wieder zu treffen und ein paar Flaschen Met zu leeren. Auch Kai unser eigentlicher Merchandiser stand selbstverständlich auf unserer Gästeliste.


Eluveitie zu Besuch
in Winterthur
Unser armer kranker Philipp zog sich in das gebuchte Hotelzimmer (inkl. Pay TV) zurück bevor wir, um den Abend abzurunden, den Metalclub „Renegade“ besuchten. Dort gab es dann Bier, Whisky und Cider bis zum Abwinken. Um 4.00 Uhr kehrte uns der Barkeeper zufrieden aus der Kneipe. Ein paar betrunkene Seelen krochen blitzeblau in die Koje und andere schütteten sich den letzten Tropfen Brandy in die Kehlen.

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Thursday 15.01.2009 Innsbruck - Hafen

K17

Ab heute ging die Tour zusammen mit Eisregen nach Österreich. Staunend betrachteten wir die 3 riesigen Hallen in Innsbruck. Alle waren schon gespannt wie sich die Headliner uns gegenüber wohl verhalten würden. Zurückhaltend aber sehr freundlich und offen begegneten uns die Landsmänner und -frauen.






Gian
Sie wurden nicht mal böse, weil die Supportbands sofort das Catering vor ihnen plünderten. Ab heute war der Sound durchweg super und die Clubs sehr professionell. Nach dem Soundcheck gab‘s die obligatorischen Nudeln und Helfahrt waren zu recht enttäuscht, daß sie ihr kurzes Set während Türöffnung beginnen mußten. Trotzdem meisterten sie ihre Show, wie immer solide, auch wenn schon nach wenigen Tönen die ersten Eisregen-Rufe aus dem Publikum erklangen. Zwei pöbelnde, betrunkene, jungsche Spinner versuchten vergebens die anderen Fans gegen uns aufzuwiegeln.
Letztendlich feierten sie alle drei Vorbands entgegen allen Befürchtungen tüchtig ab. Bei 110 dB flogen uns am Merchandise fast die Trommelfelle durch. Wir bemerkten recht schnell, daß die Ösis ein sehr Met-durstiges Völkchen sind und verkauften in Rekordzeit 15 Flaschen davon. Entsprechend beschwerte sich der Veranstalter nach dem Konzert darüber, daß wir ihn nicht über den Metverkauf informiert hatten.

Hafen

Die Tourmama Kelly ließ daraufhin all seinen Charme spielen um ihn zu besänftigen und durch eine Flasche von unserem kostbaren Gesöff machte er alles wieder gut.

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Friday 16.01.2009 Traun - Spinnerei
Auch hier wieder ein super Venue mit großem Backstage, Dusche und lecker Catering. Die mittlerweile sehr gut eingespielten Teams kümmerten sich jeweils um den Bühnenaufbau, Merchandise oder Duschen/Kacken/Essen. In der kleinen Bar vor dem Eingang zum Saal sammelte sich so langsam das Publikum.

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Wieder starteten Helfahrt zum Einlaß, wurden aber auch wieder gut abgefeiert. Wir waren schon erstaunt, daß uns das Eisregenpublikum so gut annahm. Wie auch immer, der Merch lief gut und noch besser der Met. Nach 22 Flaschen setzten wir einen Verkaufsstop, es waren ohnehin bloß noch 2 Flaschen von 150 übrig.
Es dauerte nicht lange, da erklang die letzte Zugabe von Eisregen, das Signal zum Einpacken. An dieser Stelle mal ein großes Lob an alle. Auch wenn ein paar Roadies oder wenigstens ein Merchandiser total cool gewesen wären, haben wirs doch immer reibungslos gepackt.
Es dauerte nicht lange und die Türen fielen hinter uns zu. Nun konnten wir zum Pub um die Ecke aufbrechen. Und der war wirklich gleich um die Ecke!
Die Gruppe verteilte sich also in dem total überfüllten Irish Pub und es gab mal wieder Guinness, Cider und Co. Sogar der Eisregen Roadie schloß sich uns an und hat gut mit gebechert. Toller Abend.

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Saturday 17.01.2009 Wien - Szene
Völlig verkatert trafen wir in Wien ein. Zum Glück gab es schon Brötchen mit allerhand Belag und frischen Kaffee. Einige duschten oder spielten mit dem zotteligen Straßenköter vom Monitormischer.
Das Mischpult befand sich auf einer Empore hoch über dem Publikum und vereinzelt waren Bildschirme verteilt, auf denen später die Bühnenshow mit wirklich sensationellen Lichteffekten zu sehen war. Der Bühnensound war wiedermal super (danke Gian ;-), hihi).
Szene


"Iring" mit Helfahrt
Nachdem Steffi (Merch von Eisregen) und ich die Stände aufgebaut hatten, wurden wir gebeten alles aus dem Garderobenbereich zu entfernen. Also teilten wir uns dann drei qm und im Gang zur Bühne und im eh schon winzigen Backstage stapelten sich die Kartons. Nach Einlaß ging es zu wie auf dem Basar. Einer brüllt, der andere wühlt… Und dann wurde schon wieder das Bier alle … *grummel*.

Schon vor der Show zeigten sich deutliche Ermüdungserscheinungen. Max erklärte zum wiederholten Male, daß er heute den Auftritt absagen werde. Fix hielt sich für „zu alt für die Scheiße“ und Blumentopf kam erst zum Konzertbeginn und sparte sich den Rest.
Die Helfahrer enterten dann natürlich doch die Bühne und waren trotz positiver Resonanz ein wenig enttäuscht ob der eigenen spielerischen Leistung, schade.
Müde und teilweise noch verkatert starteten dann Odroerir und waren um so erstaunter über die euphorische Resonanz des Publikums. Sogar ein paar Crowdsurfer wurden aus dem Pressegraben gefischt. Eine wirklich unglaubliche Stimmung in der Bude. Als Belohnung gab’s heute Iring als Zugabe, daß zusammen mit ganz Helfahrt im Backround gespielt wurde.
Auch Gernotshagen wurden bedingungslos abgefeiert und bis zum letzten Mann hinten in der Halle flogen die Haare und es wurde applaudiert und gegrölt bis zur allerletzten Zugabe. Was für ein geiler Abschlußtag!
Für heute hatten wir uns fest vorgenommen einen schönen Abschlußball zu veranstalten, obwohl das „warm-up“ vom Vortag schon etwas ausgeartet war. München wurde von allen nicht so recht als Abschluß gezählt weil viele gleich nach dem Konzert nach Hause fahren mußten.



Aufgeputscht von diesem Erfolg wurde beschlossen mit ein paar Taxen zu einem Club in der Innenstadt zu gondeln. Vorher wurde allerdings noch gebaggert und Autogramme gegeben. Der König sonnte sich in der Aufmerksamkeit der Fans und posierte brav für die Kameras.
Gesagt, getan traf der Troß Taxi für Taxi im „Escape“ ein. Ein cooler Club mit drei Floors. Oben Metal, mittig ein DJ der, sehr von sich überzeugt, irgendwelchen Club-House-Mist auflegte und der Raum ganz unten, wo sich nach und nach alle sammelten. Genug mit Bier, Wodka-Energy und Schnaps abgefüllt tanzten die langhaarigen Metaller total ab. Johnny Cash, Elvis, Beatles, Doors und dieser ganze coole Scheiß lief und der ganze Floor kochte fast über.

Abschlußball!!!

Ich kann mich sogar an eine Polonaise quer durch den Club erinnern, mit Max als Anführer. An dem Abend wurde jeder untergehakt und zum tanzen und Luftgitarre spielen verurteilt, wobei Fix zweifellos der ungekrönte König der Luftsolos ist. Was für ein schöner Abschlußball!!!
Langsam wurde es Zeit für den Heimweg. Der Bus sollte punkt sieben Uhr Richtung München starten. Fast alle packten sich in die Taxis und fielen erschöpft in die Betten. Nur Kelly bekam noch kein Auge zu, denn zwei der Gruppe fehlten…Stickel und Max waren nicht rechtzeitig am Bus angekommen und schließlich starteten wir ohne sie mit fast zwei Stunden Verspätung…

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Sunday 18.01.2009 München - Backstage

die ganze Crew
Gegen 15.00 Uhr kamen wir am Club an und stürzten uns zum letzten Mal auf das reichhaltige Catering. Von den beiden verlorenen Sängern hatte bis auf ein kurzes Telefonat niemand etwas gehört. Leider hatte keiner von den beiden sein Handy dabei.
Während dem Essen fragten zwei ortsansässige Roadies nach dem Schlüssel für den Trailer und räumten das ganze Ding alleine aus. So könnte es immer sein!
Schließlich trudelten auch die beiden Verschollenen wieder auf und erstatteten bei Schweinebraten und Klößen sofort Bericht über ihre Odyssee von Wien nach München…
So konnte die Show nun doch stattfinden.

Max fährt lieber mit dem Zug

Teilweise ein paar bpm langsamer spulten alle ihr Programm runter. Helfahrt heute mit ihrem Originalschlagzeuger Andi, der sehr bedauerte nicht dabei gewesen zu sein. Im Backstage wurde gedöst und ein paar Tourgeschichten erzählt. Alles in allem quälte sich der erschöpfte Haufen durch den Abend. Marley und Veit verließen uns gleich nach dem Gig zusammen mit Susi und Roman, die extra hergekommen waren. Nach und nach verabschiedeten sich auch die Helfahrer von uns. Gian und die Zwillinge bekamen von Eisregen 4 Doppelzimmer mit Frühstück gesponsert und um punkt drei Uhr morgens ging es schließlich nach Hause…

Es protokollierte diesmal Natalie

P.S. Nach der Tour ist vor der Tour!!!