Spirit of the Ancient Tour 2006

... oder besser gesagt "The endless Spirit Tour 2006"

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Prolog:
Im September 2006 sollte es endlich soweit sein: unsere erste Europatour stand vor der Tür, die wir gemeinsam mit den Helvetiern ELUVEITIE (die sich als würdige Mitstreiter vor und hinter der Bühne entpuppten) absolvierten.
Jenes lang geplante Vorhaben wurde durch die Mithilfe von EINHEIT PRODUKTIONEN und dem holländischem Label FEAR DARK organisiert und umgesetzt und entwickelte sich mit zu den zwei schönsten Wochen des letzten Jahres.

Mit dabei waren:

Das Team Schweiz:
Der Thüringer Sauhaufen:
Chrigel – Gesang, Mandola, Dudelsack und wer weiß was für Flöten
Sevan – allerlei Flöten, Dudelsack und Gesang
Rafi – am Bass und Gesang
Meri – die Teufelsgeigerin und Sängerin
Anna – Drehleier und Gesang
Simeon – Gitarre und ebenfalls Gesang
Ivo – Gitarre
Merlin – der Schlagzeugzauberer
Gian – der extrovertierte Soundmischer
Kim – der Holländer von FEAR DARK als Tourmanager
Fix – elektrische und akustische Gitarren, Gesang und Tourneurotiker
Stickel – Gitarre, Gesang und Metversorger - explizit des 6 Uhr Morgenteams
Maik – unser Ersatz für Marley am Bass und …?
Veit – der thüringische Teufelsgeiger
Natalie – Gesang und Krankenschwester
Philipp – Schlagzeuger und Moralapostel
Kelly – Lichttechnik und Schabernack
Kai – Merchandise und Frauenversteher
Unser Standarttrinkspruch auf der ganzen Gastspielreise lautete „auf Marley!“, da er ja arbeitsbedingt leider nicht mitkonnte. Gerüchte besagen, daß dieser Ruf stets bis in die frühen Morgenstunden erschallte.


der Flyer zur Tour

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Freitag 08.09.06 Bad Salzungen - KW70 das ehemalige Kallewerk

Mit der Verspätung des Busses hatten wir auch gleich einen guten Start. Auf Grund der nun fehlenden Zeit konnten wir nicht mehr in Schmalkalden abgeholt werden und mußten irgendwie versuchen das gesamte Equipment nach Bad Salzungen zu bekommen.
Dort endlich eingetroffen stießen wir alsbald auf die Schweizer, sowie Ingo unserem Busfahrer, welcher in den nächsten zwei Wochen als parteiloser Schiedsrichter den Alkoholkonsum der beiden Bands bewertete. Man muß an dieser Stelle auch erwähnen, daß der bereits Tour erfahrene Ingo selber Musik macht. Er spielt die Bassgitarre in einer Band mit dem skurrilen Namen “THE SHIT EATING MOTHERFUCKERS AND THE TITTY TWISTING CHILI PUSSIES”.

Als Opener des ersten Abends fungierten PESTIS, eine lokale Black Metal Band aus Thüringen.
Bei ca. 200 gut gelaunten Gästen zockte unser eigentlicher Bassist Manuel sein einziges Konzert der Tour und wurde bei der Zugabe und an den folgenden Abenden vom kurzfristig einspringenden GERNOTSHAGEN Gitarristen Maik akzeptabel ersetzt.
Die Stimmung war für alle Beteiligten gut, das Catering hervorragend und der Durst nicht zu löschen, weswegen wir uns nach Türschluß des KW70 (ex Kallewerk) dekadenterweise aber dafür ziemlich angeheitert und gut gelaunt auf eine nahe liegende Techno Disko begaben.

alle voll!?!

Leider war dies die letzte noch offene und Alkohol versprechende Lokalität, was uns die schwere Entscheidung ein solches Etablissement zu besuchen etwas erleichterte.  
Für etliche endete schon der erste Abend bei hochstehender Sonne in den Morgenstunden.


alles voll?!?

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Samstag 09.09.06 Leipzig – Hellraiser

Sichtlich verkatert begab sich der gesamte Troß am nächsten Tag Richtung Leipzig in den bekannten Metalschuppen HELLRAISER, wo wir zum Glück mit ausreichender Verpflegung erstmal empfangen wurden.
Unterstützt wurden wir dort von den Pagan Metallern von THRUDVANGAR, die das Konzertgeschehen vor sich zurückhaltendem Zuhörern eröffneten. So richtige Stimmung kam aber erst bei den an diesem Abend als Headliner agierenden ELUVEITIE auf, welche die nicht so zahlreich erschienenen Gäste trotz alledem in ihren Bann zogen.
Die ursprünglich noch geplante CD Release Party von MASTODON viel leider auch aus, worauf hin wir uns am Bus mit eigenen Metvorräten bei Stimmung hielten.

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Sonntag 10.09.06 Berlin – K17

Der dritte Tag führte uns in die deutsche Hauptstadt, wo wir schon am frühen Nachmittag eintrafen. Die Meisten nutzten die Zeit zu einem Stadtbummel oder harrten bis zum Soundcheck in einem Café aus.
Den Support an diesem Abend übernahmen diesmal NEITHAN, eine Black Metal Combo aus Berlin.
Während dessen verweilten wir im kleinen, aber von FOLTER RECORDS prall gefülltem Backstage Raum und beobachteten argwöhnisch wie Kelly die Biervorräte dezimierte. Erstmals auf der Tour konnten beide Bands hervorragenden Bühnensound genießen und spielten vor ungefähr 100 ziemlich gut gelaunten Zuschauern.
Nach dem Auftritt führte uns unsere allabendliche Odyssee in das ein paar hundert Meter entfernt gelegene JAILBREAK, eine Metalkneipe die uns bis zum schließen der Pforten erdulden mußte.
Kelly, Veit, Anna, Stickel und Merlin hatten allerdings immer noch nicht genug und entdeckten ihr wahres Schlaraffenland (siehe Foto).
Gegen 7 Uhr, als sich die Zwillinge Rafi und Sevan - auch als Gebrüder „Schrecklich“ bekannt - schon wieder auf den Weg zum Brandenburger Tor machten, trudelten die Letzten dann endlich ein.

das Paradies!!!

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Montag 11.09.06 Stavenhagen – Tankhaus

Leider konnten wir Berlin nicht rechtzeitig verlassen, da der Bus eine Panne hatte und erst noch repariert werden mußte, bevor es dann weiter gen Stavenhagen ging.
Am TANKHAUS verspätet angekommen, einem schönen aber mitten in der Pampa liegenden Veranstaltungsgebäude, luden wir sofort unsere Gerätschaften aus, damit der Bühnenaufbau und vor allem der Soundcheck noch pünktlich statt finden konnte.


Ingo
Wie bereits vermutet verirrten sich an einem Montagabend nur wenige Zuhörer in diese Einöde, so wurden auch wir vom Publikum förmlich überrannt. Satte 34 zahlende Besucher fanden sich zu diesem Event ein - der diesmal durch die mysteriösen MYTHOS NORD begann.
Trotz geringer Besucherzahl wußte der Abend durch unsere anwesenden Schwertbrüder aus Torgelow, anderen Freunden und der Fürsorge der beiden Veranstalter Jub und Ded doch noch zu gefallen. Besonders die Aftershow Party blieb bei allen Anwesenden im Gedächtnis haften, und da wir in Sime’s Geburtstag reinfeierten, gab es mal wieder einen guten Grund die Metvorräte auszudünnen bzw. noch den von Philipp bei den Bardamen herausgeschundenen Kasten Bier rigoros zu vernichten.







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Dienstag 12.09.06 Hamburg - Marx
Gegen 14 Uhr in der Hansestadt Hamburg angekommen, machten wir als erstes im Hauptquartier des Busunternehmens ALTERNATIV BUS REISEN einen Stopp. Man spendierte uns dort ein wunderbares Frühstück, doch da die letzte Nacht nicht so spurlos an allen vorüber ging, konnten es nur einige genießen. Trotzdem aber ein echt klasse Service.

Hernach ging’s zur Markthalle wo der Auftritt für jenen Tag stattfinden sollte.
Der Backstage war zwar ziemlich spartanisch eingerichtet, aber das wohl beste Essen der ganzen Tour machte dieses Manko mehr als wett.
Ohne Vorband gingen wir als erstes an den Start und der gut gefüllte kleinere Saal der Markthalle namens MARX platzte förmlich aus allen Nähten. Die Publikumsresonanz ließ bei beiden Combos keine Wünsche übrig und ELUVEITIE beendeten den Abend mit einem von wirklich allen Anwesenden mitgegrölten „Run to the hills“.
Trotz der durchzechten letzten Nacht wurde keine Müdigkeit vorgetäuscht und wir fuhren nach dem Abbau mit drei Großraumtaxen in die Stadt.
So begleitete sogar unser Busfahrer die gesamte Rasselbande in die bekannte Metalkneipe NIGHTLIFE, gleich gegenüber der Herbertstraße, die uns empfohlen wurde und wo wir anständig abbangten.
Allein die Barfrau Marion hier war schon Hamburg und Metal pur. Mit vollem Elan schenkte sie uns gerne einen Tequila nach dem Anderen ein und schmiß sogar, nach unserer Wandwidmung, eine Saalrunde Bloody Mary und kam nicht umhin zu erwähnen, daß wir doch nettere Zeitgenossen als NEVERMORE wären?!


aaaaaaaaaargh

in der Mitte Bardame Marion

Nightlife

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Mittwoch 13.09.06 erster freier Tag

Der erste und inzwischen bitter nötige Day off wurde auch gleich genutzt, um einige kulturhistorische Begräbnisstätten des Neolithikums in der Nähe von Wildeshausen zu bewandern. Mehr Informationen dazu findest du auch hier!

Im Anschluß fuhren wir schon mal weiter Richtung Niederlande und übernachteten an irgendeinem Parkplatz, wo auch unser sonst grundsolider Tourmanager Kim erstmals einen über den Durst trank und uns sein wahres Gesicht zeigte?!?

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Donnerstag 14.09.06 zweiter freier Tag

Für Donnerstag war ursprünglich ein Gig im HELVETE in Dortmund geplant, der aber leider ausfallen mußte. So nutzten wir den zweiten freien Tag zum weiter relaxen und entschlossen uns bei den sommerlichen Temperaturen an die Nordseeküste zu pilgern.

Während nun einige lieber zum Stadtbummel (?) nach Leeuwarden fuhren, setzte der Rest mit der Fähre nach Ameland über um zu baden. Mit in der Thüringer Reisegruppe „Häßlich“ war wieder mal und nicht anders zu erwarten der abtrünnige Schweizer Simeon, der sich schon bald aus diversen Gründen heraus als würdiger Ersatzthüringer entpuppte. 
Abends trafen wir uns allesamt in der City wieder, weilten noch in der einen oder anderen Kneipe, bevor es weiter zu einem außerhalb der Stadt liegendem Gelände zur Nachtruhe ging.

an der Nordseeküste ...

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Freitag 15.09.06 Leeuwarden - Muziekcafè de Gloppe in Holland

Nachdem alle einigermaßen ausgeschlafen hatten, fuhren wir wieder in die Stadt hinein und verbrachten dort noch ein paar Stunden mit rumhängen, Internetcafé, Essen und Fleischbeschauung.
Es muß nebenbei attestiert werden, daß dort mit Abstand die schönsten Weiber (ähm, wir meinten natürlich kongeniale Äquivalente zum männlichen Geschlecht) zuhauf unterwegs waren.
Während der Brautschau lernten Kelly, Kai, Fix und Maik alias Blumentopf leider doch nur einen Mann mit den Namen Eddie kennen, einen absolut abgedrehten Freak, der ihnen ein paar Bier ausgab und sich dadurch natürlich sofort einen Platz auf der Gästeliste ergatterte. 

Eddie

Im Musikcafé angekommen stritten wir uns erstmal um die heiß ersehnte Dusche und genossen das Catering. Vorher mußten wir allerdings das gesamte Equipment etliche Meter zum Ort des Geschehens schleppen, da jenes Domizil in einer überaus engen, nicht mit dem Bus zu befahrenden Gasse beheimatet war.  
Die Eskapaden der letzten Tage gingen natürlich nicht spurlos an uns vorüber.
Mit Stimmbänderproblemen mußte Chrigel erstmal ins Krankenhaus gebracht werden und auch alle anderen hatten so ihre Mühe, die Töne halbwegs gerade raus zu bringen.
Auch staunten wir nicht schlecht über die Technik im DE GLOPPE, welche teilweise während des Abends den Geist aufgab.
ELEXORION, die heutige Vorband, legten bis dato besten Support hin.


Kim
Wir quälten uns im Anschluß, nach Ausfall der Monitorboxen, im Blindflug durch das Set und staunten nicht schlecht, wie die Schweizer es schon wieder schafften trotz der widrigen Bedingungen und den etwa nur 40 zahlenden Gästen einen Hammer Gig hin zu legen.
Nachdem wir den Bus wieder beladen hatten, fuhren wir noch in der Nacht nach Belgien. Die allgemeine Erschöpfung ließ es diesmal einen relativ ruhigen Abend werden.

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Samstag 16.09.06 Hasselt – De Witte Non in Belgien

Nach dem Frühstück an einer Autobahnraststätte kutschierten wir sorglos weiter, bis etwa nach 45 km dem Philipp ein erschrockenes: „Wo ist denn eigentlich Kelly?“ entfuhr und damit jene Situation eintrat, über die wir seit Beginn der Reise verbal Angst und Schrecken verbreiteten.
Wir durchforsteten also den ganzen Bus, aber unser eigentlich gar nicht übersehbarer Lichttechniker war nirgends aufzufinden.
Also nichts wie zurück zum Rasthof, den Vergessenen wieder einladen und weiter ging’s gen Hasselt, zu dem mit Abstand kleinsten Veranstaltungsort, wo wir jemals spielten.
Das Mischpult war ungefähr halb so groß wie die Bühne selber, aber der Besitzer versicherte uns das 200 Gäste im DE WITTE NON (Die Weiße Nonne) Platz hätten - wirklich unglaublich. Ein Backstage war nicht vorhanden, umgezogen wurde sich auf der Straße und statt einem Essen bekam jeder nur 5 Getränkebons. Na was solls!
Ohne Vorband legten die Helvetier bei Sauna ähnlichen Temperaturen gut los und der Schweiß tropfte schon von der Decke.
Uns und den ausgelassen feiernden Fans machte die enorme Hitze zwar recht wenig aus, aber unsere Gitarren beschlossen zu streiken. Gleich beim ersten Lied mußte eine von Stickels Saiten dran glauben und schon beim nächsten Song stand ihm Fix in nichts nach und verlangte ebenfalls nach dem Ersatzinstrument, das wir allerdings ausgerechnet heute wegen Platzmangel im Bus gelassen haben???

Straßenmusikanten

In den Zwangspausen beruhigten wir die Anhänger musikalischer Sünden in dem wir Met in ihre trockenen Kehlen gossen und obwohl auch noch die Geige ausstieg, war es einfach ein geiles Konzert und abermals ein schöner Abend.

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Sonntag 17.09.06 Rotterdam - Baroeg in Holland

Zurück in Holland erreichten wir gegen 13 Uhr Rotterdam und einem der wohl ältesten dort ansässigen Klubs, dem BAROEG.
Schon am frühen Nachmittag startete die erste Band CONORACH und bestanden vor 105 Gästen ihren zweiten Auftritt.

true

Der Sound auf der Bühne und auch davor war diesmal ziemlich gut - endlich hörte man mal wieder alles, eine ganz neue Erfahrung nach den letzten Konzerten.
Nach sieben Songs hatte Fix dennoch keine Lust mehr und wir räumten die Bühne für ELUVEITIE, die von den Fans nicht in Ruhe gelassen wurden, bis sie das gesamte Set plus Zugaben gespielt hatten.
An einem Sonntag ist am Stadtrand von Rotterdam nicht wirklich viel los, wir plünderten also die Reste von den Gratisgetränken und machten es uns vorm Bus gemütlich. Da es noch nicht mal richtig Dunkel war, gingen ein paar in eine nicht allzuweit entfernte Kaschemme. Veit und Philipp lieferten sich noch ein grandioses Wett-Saufen, welches wie nicht anders erwartet 7:6 für Veit ausging.
Gegen 6 Uhr sind dann (wie immer) die Letzten ins Bett.

Montag 18.09.06 Arnheim – Goudvishal in Holland

Der letzte Gig in Holland fand im legendären GOUDVISHAL statt, wo uns als erstes die überaus steile Treppe schockierte, welche im Suff unüberwindbar schien.

Mit Obstschalen, Süßigkeiten, belegten Broten und zwei großen Kühlschränken voll verschiedenster Getränke, ließen wir es uns bis zum eigentlichen Abendbrot erstmal gut gehen. Augenscheinlich ein weiterer Tag mit herausragender Verpflegung.

Die dort aus der Gegend stammenden THRONAR, die übrigens den Begriff Battle Metal als erstes prägten, eröffneten den Abend mit gutem Sound und einer gelungenen Show.
Nachdem ELUVEITIE die gut gefüllte Halle so richtig aufgemischt hatten, waren wir an der Reihe.

Thronar

Eluveitie
Erstmalig während der Tour spielten wir als Zugabe „Man of Iron“ von BATHORY und verabschiedeten uns damit von der ausgelassenen Schar.
Anschließend packten wir so schnell wie möglich unser Gerümpel in den Bus, um wie geplant mit unseren Freunden von HEIDEVOLK in ihrer Stammkneipe namens STÖRTEBECKER noch „Einen“ zu heben.

Leider hat diese montags geschlossen und wir landeten letztendlich im DE BEUK (der Bauch). Dort erklärte uns Sebas von HEIDEVOLK, das Arnheim die Hauptstadt von Gelderland sei, ihrer Heimat und das der Name von Adler (heim) her stammt. Daß hier einmal hehre Raubvögel lebten kann man sich momentan bei der Größe der Stadt nun wahrlich nicht mehr vorstellen.





Nichts desto Trotz mundete uns das Angebot auch in jener Schenke vorzüglich und bei Wein, Weib und Gesang gewann diesmal Kelly eindeutig den Etappensieg bzw. ging als Erster durch die Bergwertung. Am nächsten Morgen verliehen wir ihm für seine herausragende Darbietung der „märkischen Heide“ und anderen Eklats das ominöse und imaginäre gelbe Trikot.

das was Frauen wollen?!

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Dienstag 19.09.06 Gent – Frontline in Belgien

Fix hatte fast alle vor diesem Laden gewarnt, da er dort vor geraumer Zeit schon mal mit MENHIR auftrat.
Komischerweise führen hier viele angesagte Tourneen durch.

Zwar hat sich die ehemalige Pissrinne, die durch den Eingangsbereich gleich neben der Kasse vorbei ging, irgendwie in ein richtiges Pissoir verwandelt, aber irgendwie haben sie es nicht in die Reihe bekommen, daß die Exkremente auch durch eine funktionierende Abwasserleitung gespült werden. Bei jeder Spülung lief eine kleine Natursektdusche an der Hauswand entlang.
Der kleine Konzertsaal wurde auch mittlerweile grob renoviert, was aber dem Gestank in der Bude keinen Zacken mehr abbrach.
Nach der Inspektion mußten wir als erstes die Bühne frei kehren, damit wir überhaupt unsere Ausrüstung irgendwo hinstellen konnten. Im Anschluß erfuhren wir auch noch, daß es keinerlei Catering geben würde, weder Essen noch Getränke. Nachdem wir uns schon selber mit Bier und alkoholfreien Getränken versorgten, wurde uns zur Krönung offeriert, daß eigene Flaschen nicht mit in den Bühnenbereich genommen werden dürfen, was wir natürlich grundsätzlich ignorierten.
Mies gelaunt wie wir waren spielten wir nach TRUDUS unseren mit Abstand schlechtesten Gig der Tour, während dem auch wieder zwei Gitarrensaiten von Stickel kurz hintereinander ihren Geist aufgaben. Nach dem ELUVEITIE ihr Set beendeten, gab es noch einen kleinen Streit mit dem Veranstalter, der doch tatsächlich für einen untätigen (!) klubeigenen Techniker Geld von der Gage abziehen wollte.

Alle zusammen stellten wir uns hinter Kim, der dem Typen begreiflich machen wollte, daß dies nicht im Vertrag stand. Nach einer Weile hin und her verließen wir endlich diesen Schuppen ohne einen einzigen Cent rauszurücken.
Also, nichts wie weg hier!

Gian

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Mittwoch 20.09.06 Uster – Rock City in der Schweiz

Nach langer Fahrt in die Schweiz endlich wieder mal eine super Location!
Im krassen Gegensatz zum Vortag erwartete uns ein sympathischer Veranstalter, ausgezeichnete Bandverpflegung, saubere Duschen, toller Sound und großartige Fans, was uns den Abend unvergeßlich machte. Ohne Vorband starteten wir diesmal ohne technische Probleme das Set und die schweizer Zuschauer überzeugten uns als ein begeistertes und begeisterndes Publikum.

Froh über ein Stück Heimat und das Wiedersehen von Freundinnen, Verlobten und Angetrauten gaben ELUVEITIE nach uns wie immer ihr Bestes und die Haare flogen ohne Pause bis zum letzten Ton.
Weil unser Merchandiser Kai an diesem Tag Geburtstag hatte und wir auch noch in das 20. Wiegenfest von Merlin reinfeiern wollten, gab es mal wieder einen plausiblen Grund die Nacht zum Tag zu machen.

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Donnerstag 21.09.06 St. Maurice – Le Manoir Pub in der Schweiz

Noch tiefer in die Berge hinein ging’s am nächsten Tag.
Nach der Ankunft im Manoir, einer Art Pub, spazierten einige ein wenig in dem kleinen Städtchen umher. Rundherum Berge und strahlender Sonnenschein, einfach traumhaft. Allerdings gestaltete sich die Kommunikation selbst für unsere Helvetier als äußerst schwierig, befanden wir uns doch hier im französisch sprechenden Teil der Schweiz.
Trotz der relativ geringen Zuschauerzahl offenbarte sich für alle Beteiligten ein weiterer und wunderschöner Tagesabschluß, den wir erst an der „All inclusive Bar“ weiter führten, um im Anschluß mit dem Veranstalter und ein paar Gästen zu einer nahegelegenen Disco chauffiert zu werden.

Der DJ gehorchte natürlich sofort, als Philipp ihm nachdrücklich begreiflich machte, daß er wohl mal AC/DC auflegen sollte, was allseits richtig gut ankam – die Haare flogen und Gian hat mit Stickel den Angus-Young-Tanzschritt wieder salonfähig gemacht.
So endete auch der letzte Tag in der Schweiz für viele erneut bei der Morgendämmerung.


im Monair Pub


zwei ganz dicke Kumpels


der Veranstalter und Meri

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Freitag 22.09.06 Lustenau - Culture Factory in Österreich

Etwas Wehmut, jede Menge Kopfschmerzen und einige Gedächtnislücken (?!?) machten sich an diesem Tag breit.
Dem Zoll an der Grenze zu Österreich gerade noch entronnen, kamen wir gegen 16 Uhr in Lustenau am Bodensee an. 
Wir genossen die Duschen und den Service der Veranstalter: Getränke jeglicher Art, belegte Brötchen und exklusiv Met für alle. Ein guter Start in den Abend!
Das diesmal wieder zahlreicher vertretene Auditorium hatte ebenso wie die Bands beste Feierlaune und schwelgte euphorisch bis zum letzten Akkord.
In Anbetracht der vorletzten gemeinsamen Nacht beschlossen nach dem Gig noch einige den örtlichen Pub aufzusuchen um den Großteil der Tour bereits Revue passieren zu lassen. Leider schloß jene Einrichtung alsbald ihre Pforten und unsere Bagage machte sich erschöpft und nicht ganz so besoffen wie sonst auf den Rückweg zum Bus.

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Samstag 23.09.06 München – Titanic City

Wieder zurück in Deutschland wurde München unsere letzte Station.
Irgendwie konnten wir noch gar nicht so richtig fassen, daß hier endgültig Schluß sein sollte, aber nach ein paar Becks sah die Welt schon nicht mehr ganz so finster aus.
Wir brachten also den Soundcheck hinter uns und begrüßten erstmal jede Menge bekannter Gesichter, denn immer mehr Gäste drängelten sich derweil in das kleine TITANIC CITY, welches bald aus allen Nähten zu platzen drohte.
Bereits zu Beginn der Tournee hatten wir uns das Ziel gesetzt, beim letzten Auftritt einige Lieder gemeinsam den anwesenden Fans zu präsentieren. Aber wie es immer so ist - nach eigentlich zwei Wochen Zeit - setzten wir uns gerade mal eine Stunde vor Konzertbeginn zusammen, um die Stücke einzustudieren bzw. machten wir uns erstmal aus wo wer was und wie zu spielen hat.
Bevor wir die Bühne betraten, eröffneten noch die Lokalmatadoren Helfahrt und Aisling aus Italien den Abschlußreigen, die Beide zu überzeugen wußten.
Im Anschluß spielten wir, es brodelte die Stimmung und das phänomenale Publikum lieferte den besten Background, um in den Zugaben die jeweiligen Gastmusiker auf die Bühne zu holen. Sozusagen der absolut krönende Abschluß.
Sime zupfte „Iring“ auf dem Bass, bzw. wurden wir durch Chrigel und Rafi im Refrain lauthals verstärkt. Sevan ersetzte Veit bei „Ride On“ mit der Whistle, Chrigel begleitete das Stück mit der Mandola und Meri teilte sich das Geigensolo mit Veit.

Im Gegenzug dazu spielte dann Maik bei ELUVEITIE die Mandola zu „Aidu“, während Natalie gemeinsam mit Meri sang. Gian, der dazumal auch die „Vén“ Scheibe mit aufgenommen hatte, grölte seinen Part bei „Uis Elveti“. Danach verstärkten Kim und Stickel die Schweizer bei „The endless knot“ und bei dem IRON MAIDEN Cover „Run to the hills“ zelebrierten nahezu alle, auf der nun fast zu klein geratenen Bühne, das allerletzte Highlight des Abschlußkonzertes. Wow, erstmal wieder runterkommen!
Im TITANIC CITY war noch lange nicht Schluß und es sollte die Party mit Metal Disco weiter gehen, und so drängten uns die Veranstalter zum Einpacken.
Leider mußten uns schon einige der Schweizer nach dem Gig vorzeitig verlassen und nach einem letzten Gruppenfoto inklusiv Ingo kam es zum ersten „Tränen vergießen“.
Der Rest versuchte sich so schnell wie möglich mit dem übrigen Met und Bier wie gewohnt zu berauschen und moshten ausgiebig zu diverser Wunschmusik.

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Epilog:

Am Sonntag morgen verließen uns mit traurigen Minen die letzten Schweizer, zum Teil nach wieder durchzechter Nacht. Hernach machten wir uns dann auch langsam aber sicher und vollkommen erschöpft auf den Heimweg.
Wir fabulierten während der Fahrt über die gemeinsam verbrachte Zeit und die neu gewonnenen Freundschaften, welche wir auch nicht mehr missen möchten. (Gegenseitige Besuche waren schon vor Ende der Tournee vereinbart worden!)
Hinter uns lagen nun zwei wunderschöne und für alle Beteiligten erfolgreiche Wochen, deren Fazit nur lauten kann: Jederzeit gerne wieder!
Gegen nachmittag erreichten wir dann unser heimatliches Gefilde und Fix war wahrscheinlich der einzigste, der froh war wieder nach Hause zu kommen.
Übrigens von den 120 mitgeführten Metflaschen haben es gerade mal 7 Stück zurück nach Thüringen geschafft.

Es protokollierte, komprimierte und kaschierten Natalie, Stickel und Fix.