Menhire, Bautasteine, Oghamsteine und Cromlechs


... oder verschiedene Kulturdenkmäler aus Stein vom Neolithikum über die Bronzezeit bis hin zur Völkerwanderung und dem Frühmittelalter.


Bei Impressionen wurden und werden aus unterschiedlichen Wander- und Radurlauben Fotos zusammengetragen die weitestgehend mit der Vor- und Frühgeschichte Alteuropas zu tun haben, welche sich über die Jahre bei mir so ansammelten. Wer schon mal auf Zeitzeugensuche war müßte eigentlich auch schon bemerkt haben, daß dies nicht immer so einfach ist die meist unzugänglichen Monumente zu entdecken. Gerade bei kleineren Anlagen, die dem Zerfall und der Unwissenheit der Bevölkerung ausgeliefert sind, teilweise oder schon ganz zerstört bzw. einfach nur falsch auf der Wanderkarte eingetragen wurden, dauert es manchmal ewig sie zu finden - wenn überhaupt. Beim Befragen von Einheimischen bekommt man auch nicht selten ein verdutztes Gesicht bzw. ein ahnungsloses Kopfschütteln als Antwort. Nichts desto Trotz hält einen das nicht ab im nächsten Jahr wieder auf die Suche zu gehen!

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Der Boitiner Steintanz bei Tarnow unweit von Güstrow, sind vier Steinkreise die laut Sage eine zu Fels gewordene Hochzeitsgesellschaft darstellen. Wie so viele ihrer Art, wurde auch diese Kultstätte wahrscheinlich zur Bestimmung von astronomischen Ereignissen genutzt. Bei Ausgrabungen wurde hier eine eisenzeitliche Urnenbestattung gefunden. Einmal im Winter (links) sowie im Sommer fotografiert und in der Mitte die so genannte Brautlade mit den dreizehn schälchenartigen Vertiefungen.


Gar nicht soweit entfernt vom Boitiner Steintanz ist der Lenzener Steintanz, auch ein, aber diesmal, einzelstehender Chromlech und das auch noch schön abseits der Straße.


...und noch ein Steinkreis Namens "Seven Sisters" mit Erdwall und zwei in der Nähe stehenden Menhiren. Erblickt im Irlandurlaub November 2002 bei Killarney (Kerry). Jenseits des Tourismus im übelsten Dickicht ward er doch noch von uns entdeckt.
Rechtes Foto zeigt das Eingangsportal (wenn man es so nennen darf) mit den zwei Menhiren.


Als nächstes ein paar Oghamsteine (vom gleichen Urlaub) die von verschiedenen ursprünglichen Standpunkten zusammengetragen und hier (nördlich vom Gap of Dunloe) wieder neu aufgestellt wurden. Ogham ist eine erst ziemlich spät entstandene Kerbschnittschrift der Inselkelten die der Gott Ogma erfunden haben soll, ähnlich wie Odin die germanischen Runen.

Die sogenannten Bautasteine, hier auf einem Gräberfeld bei Grebbestad (Tanum) in Schweden. Sie sind eine Art Gedenkstein für Verstorbene, genauso wie die heutigen Grabsteine!


Ein Runenstein in Vinbäck im gleichen Urlaub (Sommer 2002) wie oben drüber aufgenommen, dessen Übersetzung mir aber leider nicht bekannt ist.



Die Dölauer Jungfrau, ein Menhir bei Halle der ursprünglich eine Höhe von 7,5 Metern besaß, und heutzutage noch knapp 6 Meter mißt. Dekadenterweise wurde er mit neuzeitlichen "Höhlenmalereien" beschmiert! Im Volksmund ist hier eine Riesin zu Stein geworden.