Demo "Iring" |
http://www.silentium-noctis.de Erhabenster Heldengesang dröhnt euch (nach dem Prolog) entgegen, wenn ihr dieses Demo in eurem Kassettendeck laufen laßt. So einen teilweise fast schon elegischen Gesang hätte ich dem Stickel im Leben nicht zugetraut. Verpackt in melodischen folkloristischen Metal repräsentiert er alles wofür Odroerir stehen: Anmut, Stärke und Siegeswillen. Auf Mid-Tempo wartet man genau wie auf Geprügel vergeblich. "Iring", der erste der vier Songs des ist Demos vorbei. In meinen Augen (Ohren) das beste, was ich seit langem aus dieser Ecke des Metals zu hören bekam. Doch auch "Menosgada", "Salzschlacht" und "Baldurs Träume" stehen dem in keiner Weise nach. Immer wieder sind akustische Instrumente zu vernehmen, welche die elektronischen Verdrängen. Die Rhythmik scheint stark von der Musik unserer Vorväter geprägt zu sein (wer kann das schon genau wissen). Und schon wieder dieser Gesang. Herrlich! Endlich mal wieder eine Band, die meine (unsere) Heimat Thüringen würdig zu vertreten vermag. Stellt euch einfach eine härtere Variante von Menhirs "Buchonia" vor. Einziger Kritikpunkt ist in meinen Augen (ihr wißt schon: Ohren) der Gesang von Yvonne, welcher hin und wieder zu kippen droht. Allerdings bin ich was Frauengesang angeht sowieso nicht der toleranteste. Und sowas flattert mir just an meinem Geburtstag ins Haus. Fazit: Kaufen!! (8.5, Falk) http://www.eternitymagazin.de Ein wirklich bezauberndes Demo kommt von Odroerir, die hiermit ihr Debüt vorlegen. Iring enthält 5 Songs und fasziniert vor allem durch einen stark folkloristischen Einschlag. Das Tape ist auch sonst recht melodisch und ruhig gehalten, jedoch fernab jeder Einschlaflangeweile. Im Gegenteil, das Demo versteht wirklich den Zuhörer zu fesseln und in seinen Bann zu ziehen. Inhaltlich geht es um die keltische und germanische Mythologie, um geschichtliche Begebenheiten und Sagen aus der Umgebung der Bandheimat. Auch das farbige Klappcover und die wirklich saubere Produktion tun ihr übriges zum positiven Gesamtbild. Wer sich bei fast majestätischen Melodien mal in eine Welt fernab des täglichen Alltags entführen lassen möchte, der sollte nicht versäumen sich den Track auf der Eternity anzuhören oder gleich 13,- einzutüten. Kai Wilhelm http://www.orkus-online.de Odroerir fabrizieren eine ganz eigene Art von Mittelalter-Metal: zum einen sehr getragen und stark ursprungshaft, etwa vergleichbar mit Viking/Pagan Metal, allerdings extrem akustisch und eher der düsteren, melancholischen Seite verfallen - was genau das ist, was den zweiten Hauptpunkt in der Musik der fünf Deutschen ausmacht: finstere, Seelen einfangende und mit gelegentlichen Ausflügen in den Schreigesang sehr packende Tragik. Fix Ußfeller, der sämtliche vier Songs plus Prolog sowohl textlich als auch musikalisch selbst verfasst hat, ist demnach nicht nur genialer Kopf mit einem Händchen für mitnehmende Kompositionen, sondern auch noch Multiinstrumentalist. Das auffaltbare Booklet ist zudem sowohl vom Papier als auch der Gestaltung her der aufwändigeren Sorte eines. Thomas Sonder http://www.truemetal.org/wargods Nee, Freunde des Sonnenkreuzes, hier gibt's kein Spass mehr! Diese Demo ist das geilste dieses Jahres bis jetzt. Ich weiß echt nicht, was ich sagen soll. Als mir der Fix dieses Tape auf meine vormalige Bestellung beim Eternity geschickt hat, war ich schon fuchsteufelwild und neugierig, ob das gesamte Demo die Qualität des Songs "Menosgada" hat, den ich schon auf einem Sampler von obiger Zeitschrift antesten durfte. Und bei Donar und Freja, bei Ymir und Yggdrasill, bei allen Göttern und Göttinnen, das ist der Wahnsinn dieses Demo. Erzählt mir jetzt nicht, was für eine Scheiße ich daherlabere, und dass ich kaum "richtig" geile Mucke gehört habe, "Iring" ist einfach unglaublich. Also, ja, es ist Pagan Metal, aber ich glaube die Musikstilinterpretation von der Band selbst trifft es eher, da es die hohe Kunst, die dieses Tondokument in sich birgt, besser wiederspiegelt. Bei Odroerir handelt es sich um "Musik aus Asgard". Konkret gesagt, besteht dieser Skaldenkreis aus Fix, seines Zeichens Mitglied bei Menhir und dessen Mitrecken. Aber bevor ich dieses Tape einrahme und ihm einen Schrein baue, erwähne ich die einzigen beiden Kritikpunkte die ich nach intensivsten Suchen gefunden habe. Punkt 1: Es befinden sich nur 5 Stücke auf dieser CD, so dass schon nach 20 Minuten der Ausflug zu den Goldenen Hallen, zu Ende ist (Dafür musst du allerdings intensiv gesucht haben, hihi - Christian). Zweiter großer Fehler sind die Texte. Das Booklet an sich ist echt geil gestaltet, mit stimmigen Farbkopien, die Legenden aus der alten Zeit zeigen, einem Bandfoto usw. Aber warum, warum nur, druckt ihr nicht die Texte ab? Ihr verfasst da Poesie, die ich fast schon als Pflichtlektüre im Deutsch/Geschichte Kurs bringen würde, und lasst das ungeschulte Ohr nicht alles mitbekommen?! Schade, zumindest gibts auf der HP (www.odroerir-fix.de) eine Rubrik, in der eben diese Lyrics veröffentlich werden sollen. Egal, okay kommen wir zum Positiven ... der Musik! Gleich geht's schon mal los mit einem akkustisch mittelalterlichen Prolog, in der uns eine erhabene Stimme auf das Thema einstimmt mit dem sich dieses Demo befasst (natürlich alles ziemlich geil vorgetragen), nämlich (unschwer zu erraten, wiedermal) Thüringen, alte Götter und Legenden ... und dann gehts los: Die ersten verzehrten Gitarrenklänge und die Worte "Lasst euch sagen aus alten Tagen..." leiten den genialen Titelsong ein. Geile Melodien, abwechselnder Gesang (weiblicher, Wikinger sowie Extremer) und die geniale Atmosphäre, von den bereits erwähnten Lyrics untermalt, sind die absoluten Merkmale von "Iring" und dem bereits auf einem Eternity Sampler vertretenen Killer "Menosgada". Doch kaum hat man sich von diesem Inferno, göttlicher Tonkunst erholt, da geschieht etwas echt unglaubliches, der nächste Track treibt mir die Freudentränen in die Augen, die Fusion aller Elemente die man sich aus der Pagan Gattung nur wünscht erreichen ihren Zenith im Stück "Salzschlacht". Wieder geht es wunderschön akkustisch los, im Stile der Menhir "Buchonia" CD, und das uns schon bekannte Weyb, entführt uns in eine Zeit die nie wiederkehrt. Darauf folgt eine Pause, und die Klampfe stimmt eine Ode an, die ihresgleichen sucht und um es mit den Worten ManOwaRs wiederzugeben, wer bei diesem Song nicht mitwippt, schunkelt und sich in einer anderen Welt befindet, ist taub, tot oder beides! Einen Abschluss findet Wotan's Liebstes Musikstück, in der Ballade "Balders Träume", mit der traurigen Geschichte, die schon Burzum von dem Gott des Lichtes intonierte. So, auch wenn viele meinen würden, ich wäre bezahlt um ein der Art, hochlobendes Review zu schreiben, möchte ich noch auf Christian's Lebensphilosophie aufmerksam machen, die ungefähr so lautet: Wir sind nicht vom Metal Heart !!! ;-) (Gina Wild würd ich trotzdem gern mal... "interviewen" - Christian) Sprich, ich hab dieses Review, aus absoluter Sympathie zu dem Tonträger wie auch zu den Musikern und deren Lebens- und Musikkonzept geschrieben. Ich würd mir wirklich wünschen, dass solche Bands eher supportet werden, als solche "alten Heroen", die zum Teil ihr gesamtes Potential in den ersten 3 Alben verbraucht haben (gilt gewiss nicht für alle Bands, trotzdem...). Ich kann der "Iring" trotz all den positiven Argumenten, keine volle Punktzahl, geben, da ich vor dem Problem stehen würde, was ist wenn das Debut um einiges länger (besser, kann's eigentlich kaum werden) wird und die Poesie abgedruckt ist?! Sex, Met & Pagan Metal ! (9/10 Punkten) - Review von Roland http://www.legacy666.de Demo des Monats: Nach allen Wellen und Trends scheint nun Mittelalter- Metal das nächste Ding zu werden - wenn sogar Bands wie die grauenhaften Morgenstern bei einem feinen Label wie Napalm unter Vertrag genommen werden, dann versteht man die Welt nicht mehr. Besser machen Odroerir aus Thüringen auf ihrem zweiten Demo ihre Sache, auch wenn der seltsame Name (der in der Edda für den Met der Dichter steht) (je mehr Met, um so dichter, desto weniger steht?) zunächst etwas plakativ und aufgesetzt erscheinen mag. Doch der flotte Fünfer aus vier Männlein um den von Menhir bekannten Fix sowie Sanges- und Orgelfrollein Ivonne hat mit dem titelgebenden "Iring" und "Salzschlacht" eine Volltrefferquote von 50% , zählt man den einleitenden "Prolog" (was auch sonst) nicht als Stück mit. Sollte man sich darauf einigen können, die in diesen beiden Stücken eingeschlagene Marschroute aus schleppenderen, rockiger- epischeren Klängen und dem Mittelalter- Sound beizubehalten und die harschen Metal- Ausbrüche zurückzufahren, die nicht so recht dazu passen wollen, dann könnte dieser Met ein guter Jahrgang werden. Zu ordern ist das nett aufgemachte Tape (das farbige Klapp- Cover ziert die Szene, als der thüringische König Herminafried vom Titelhelden Iring erschlagen wird) für 13 Taler inkl. P&V bei Fix (MG) |