"... Laßt euch sagen aus alten Tagen!"


http://www.fatal-underground.de

Hier haben wir es mit einer Band aus den Wäldern Thüringens zu tun , die sich die Verschmelzung folkloristischer , mittelalterlicher Mucke mit schweren Metal – Einflüssen auf`‘s Zepter geschrieben haben. Diese Mixtur ist Ihnen auch durchweg gelungen was nicht nur der erste Höreindruck bestätigte. Besonders erwähnenswert finde ich vor allem , das sich das Fünfgestirn mit der Geschichte Ihrer Heimat , die fest verankert mit Sagen und Helden ist , auseinander setzt und somit ein Stück volkstümlichen Kulturgutes am Leben erhält oder vielleicht sogar neu zum Leben erweckt. Ein Debütalbum , das für so manchen eine Überraschung sein dürfte und deutlich aufzeigt , das auch in dieser Szene bei etwas Kreativität und nicht Abkupferei interessantes und sehr hörenswertes entstehen kann. Ein Trip in acht Songs , in die Historie Thüringens der auch durch wunderbare eingestreute accoustic Parts immer wieder auf`s neue zu faszinieren weiß. Der Tipp meinerseits für Metaller mit Interesse an Mittelaltermucke!

http://www.kogaionon.com

Se pare ca label-ul german se orienteaza mai mult spre trupe Pagan Folk! Exemplul de fata este elocvent, ODROERIR promovand un Pagan Folk Rock Metal placut la o prima auditie dar care la un moment dat plictiseste. Adevarul este ca tinerii muzicieni reusesc sa te introduca intr-o lume veche, arhaica, simplista si dominata de accente razboinice. Vocea masculina este joasa si puternica iar cea feminina reuseste sa impresioneze alaturi de sunetul instrumentelor traditionale. Nu-mi place insa deloc ideea de a combina Metal-ul cu Rock-ul pe un teritoriu Pagan Folk si acest lucru face sa fragmenteze si sa oboseasca auditia. Cred ca daca germanii insistau doar pe latura Folk ar fi putut finaliza un album de zile mari. Asa, este doar un alt album ce incearca sa copieze mai vechea trupa CRUACHAN, dar intr-o varianta cu mesaje germanice. Remarcabila mi se pare realizarea bookletului, a fotografiilor incluse si a paginii principale a site-ului

Rating: 0.68/1

http://www.kingsofmetal.it

Folk Prime impronte sulla neve fresca per gli Odroerir, primi passi mossi da Breitungen, città nel cuore della Germania, per questi cinque individui capitanati dal buon Fix , vecchia conoscenza del panorama grazie al suo ruolo nei Menhir . Quattro giovani e una fanciulla, che, dopo il demo Iring arrivano, alla prima uscita discografica ufficiale con questo Laßt euch sagen aus alten Tagen, sul quale risplende orgoglioso il logo della Skaldic Art di Vratyas Vakyas .
Secondo il parere di chi scrive, questo debut è una piccola perla di folk, che grazie a una lieve contaminazione black diviene una preziosa amalgama capace di sterzare spesso e volentieri verso sonorità decisamente viking. Un disco votato alle atmosfere sognanti e anacronistiche, le quali pervadono e dominano tutto il lavoro, dai gracchianti fiati e le rudi pelli che aprono Präludium , al conclusivo capitolo acustico Dolmar .
Non mancano pezzi epici e cadenzati dalle tinte bellicose come Menosgada o De Excidio Thuringiae. Quest'ultima introdotta dagli zoccoli di cavalieri al galoppo e forte di una prima parte piuttosto veloce, la quale però non manca di sfociare in un break acustico e un lento assolo dalle venature folk. Di simile fattura la seguente Salzschlacht , che nasce in un lungo arpeggio, per poi riprendere quegli stilemi epici mai veloci e mai frenetici che già si erano mostrati in tutta la loro efficacia ad inizio album. Segue la splendida Brudermord , lento acustico a doppia voce che non può non rimandare agli Ulver per via delle atmosfere iniziali, in cui la mente fugge per un attimo a quel capolavoro assoluto di Graablick Blev Hun Vaer (solenne inchino), e per l'uso della chitarra acustica nello stile dello splendido Kveldssanger (ancora inchino). Un album che è anche capace di mettere in mostra episodi più cupi come la bella  Iring , di bathoryana influenza. Calma composizione condotta da una melodia di violino nata dall'incontro immaginario tra i modi finnici e i tratti distintivi centro-europei, che diviene magnificamente cullante grazie anche a un ritornello lento ma prepotentemente incisivo. Zur Taverne è infine l'ennesima materializzazione dell'anima folk di questo gruppo, una vivace e spensierate danza che si soda tra i vecchi tavoli di legno di una taverna medievale. Una divertente parentesi scanzonata condotta da un'ugola tutt'altro che educata, la quale potrebbe essere appena reduce da una discreta sequenza di pinte.
Bello, bello, bello. Laßt euch sagen aus alten Tagen scorre veloce, trasportando la mente lontano con la magia di composizioni evocative e senza tempo come solo chi ha visioni musicali al limite del mistico può comporre. Niente soluzioni virtuose, niente passaggi irripetibili, niente invenzioni stilistiche: tutto è sempre stato lì, alla portata di chiunque. Poche sono però le menti e i cuori capaci di concepire, comprendere e creare atmosfere del genere, e gli Odroerir hanno dimostrato con questo primo lavoro di fare parte di questa fortunata schiera.
Se la band continuerà il suo cammino battendo questo sentiero, con questa ispirazione e questa intensità, sono convinto che avremo di che sfregarci le mani prossimamente, magari intorno al fuoco, mentre accampati in una valle brinderemo alla gloria di questi cinque musicisti tedeschi. Intanto godiamoci Laßt euch sagen aus alten Tagen, un disco senza alcun dubbio di nicchia, ma che di quei pochi a cui è destinato farà sicuramente la gioia.

Alessandro 'Zac' Zaccarini
http://www.moshock.de

Wunderbar urig, natürliche, mittelalterliche Musik gibt es auf ODROERIRs "Lasst Euch sagen aus alten Tagen..." zu hören. Die Platte ist durch die vielfältigen Passagen einzigartig. Selbst gute Bands wie IN EXTREMO sehen angesichts dieser Atmosphäre und Abwechslung alt aus. Das merkt man schon am Intro "Präludium" in dem in bester Mittelaltermanier originale Schalmeien die ersten Töne anstimmen bevor rhythmische E-Gitarren dann vollends zum Tanz auffordern. Als die Trinkhörner mit Met oder Gerstensaft gefüllt und auf in's Vergnügen!
Akustisch gefühlvoll wird "Menosgada" angestimmt bevor es in bester Black Folk Metal Manier in die Vollen geht. Geniale Black Metal Growls und treibende Instrumente werden mit folkigen oder akustischen Schunkelpassagen, melodischem und Bardengesang kombiniert. Und das Phantastische daran ist, dass die Übergänge und das Zusammenspiel perfekt harmonisch zusammen passen! Hymnischer wird es dann mit "Salzschlacht", der hallende Barden-, weibliche und Chorgesang und die schönen Gitarrenmelodielinien. Mit stimmungsvollem Lagerfeuergeknister beginnt "Brudermord". Akustikgitarre, Geige und melodischer Gesang lassen tragen einen in schöne alte Burgen und Wälder des besungenen alten Thüringens zurück.
Eine Gruppe Ritter zu Pferd leitet das von rhythmischen Gitarren und Geigen dominierte "De excidio Thuringiae" ein. Seinen Höhepunkt findet das Lied bei 2:15, wo eine beeindruckend erzählende Stimme auf die folgende Gänsehaut erzeugende Leadgitarrenpassage einstimmt. Untermalt wird das Ganz konstant von wunderschönem Chorusartigem Frauengesang. Die absolute Hymne kommt dann mit "Iring"! Das Trinkhorn im Takt geschwungen, mitsingen und -wippen, einfach den epischen Song genießen, bei dem insbesonderes der Refrain ("Iring, Iring, ohhohohooho") einen mitreisst.
Wunderbare Abwechslung mit treibendem Rhythmus "Zur Taverne", das in der typischen Art deutscher Folk Metal Bands zum Festen und Abgehen einlädt. Um Speiß und vor allem Trank geht es in diesem klasse Song, der als einziger ziemlich an IN EXTREMO erinnert, aber dennoch in keinster Weise kopiert ist. Textlich (und vielleicht auch bei dem einen oder anderen wenn er diese CD hört- wer weiss...) ist dann der Kopf schwer, das Metfaß leer und der Morgen naht- genau so wie's sein muss! Daraufhin rundet das absolut wunderschöne und sehr ruhige "Dolmar" die Platte in einwandfreier Harmonie ab!

(Stefan)

http://www.metal1.info

Die tapferen Nordmänner (inklusive auch eine Nordfrau) aus deutschen Landen von Odroerir haben bereits 2002 ihr Debüt-Album "Lasst euch sagen aus alten Tagen..." auf den Markt gebracht. Schon an der Gestaltung des Titelbildes wird klar, in welche Richtung es geht: Volksmusik wie sie geklungen hätte, wenn es vor etwas mehr als 1000 Jahren schon elektronische Gitarren gegeben hätte. Freudig horcht der Freund deutscher Pagan-Klänge auf, wie das Sextett sich auf dem Erstling schlägt, erfahrt ihr hier!
Das "Präludium" erinnert mich persönlich schon einmal stark an In Extremo, kommt nach etwas mehr als einer halben Minute aber viel direkter und metallischer daher, was positiv auffällt. Das tut der in "Menosgada" einsetzende Bardengesang eher nur so mittelmäßig stark, die folgende Vorangehensweise und der fiese Gesang von Bandkopf Fix entschädigen dann aber wieder etwas. Von praller Instrumentierung unterlegt wirkt der Gesang von Stickel auch schon viel weniger "aufdringlich". Interessant bleibt das zweite Stück bis zum letzten Takt, da es auch noch eine ruhige Passage mit einem Solo, welches mich doch stark an Burzum's "Key to the Gate" erinnern will, gibt. "Salzschlacht", an dritter Stelle, verläuft erst akustisch und balladesk, rockt später aber noch munter drauf los. Hier wird das erste Mal der Beitrag von Ivonne deutlich, die auch das folgende "Brudermord" mit ihrem Gesang versieht.
Mit dröhnendem Hufschlag beginnt "De excidio Thuringiae", das dem vorher gegangenen Stück ähnelt, dabei jedoch auf die Elektroklampfe setzt. Die Tendenz stimmt, mir würd's aber noch eher zusagen, wenn es etwas direkter nach vorne gehen würde. Des Weiteren ist der Bardengesang alles in allem echt nicht mein Fall, fällt mir auf. Eher gemächlich, dafür aber folkig und doch irgendwie gut gelaunt setzt es an sechster Position "Iring", welches mit seinem wiederkehrenden Intro-Part schon so was wie Ohrwurm-Charakter hat. Meinen Favoriten auf dem Album gibt es aber in Form von "Zur Taverne". Der Titel deutet es ganz, ganz subtil an: Eine Ode an Speis und Trank! Nicht nur die Idee dahinter, sondern auch die Nummer selbst ist ordentlich: Hier wird gerockt wie auf keinem anderen Stück des Albums, das ist Gute-Laune-Musik aus dem Herzen Midgards!
Letztendlich endet "Lasst euch sagen aus alten Tagen..." genau wie es angefangen hat, "Dolmar" stellt das abschließende Instrumental dar.
Schau an, schau an. Odroerir sind auf ihrem ersten Silberling zweifelsohne auf dem richtigen Weg. Hier und da gibt es sicher Dinge, die man hätte besser machen können - zwei Akustik-Stücke hintereinander zu platzieren ist nicht so förderlich, zudem gefällt mir persönlich der Bardengesang wie erwähnt noch nicht so sonderlich gut -, man erkennt aber auf jeden Fall das Potential, welches in dieser Kapelle steckt. Ein wenig mehr Direktheit in Form von schnelleren Stücken wie "Zur Taverne" wäre wünschenswert, da liegt durchaus eine Stärke der tapferen Heiden. Ich bin ganz der Optimist, dass sie sich auf jene Stärken in Zukunft noch stärker besinnen werden und blicke den folgenden Taten gespannt entgegen. Verwirrend allerdings ist der Schriftzug auf dem Titelbild. In Runen steht dort "Odrariz", möchte ich anhand meiner Kenntnisse in diesem Bereich behaupten...entweder versteh' ich's nicht, oder jemand hat sich da einen fiesen Schnitzer erlaubt. Das sei nun allerdings nebensächlich, die Musik an sich ist auf jeden Fall nett!

Bewertung: 7  Redakteur: Marc

http://www.interregnummusik.de

Ihr wißt, nicht selten sind Bands, die in einer großen deutschen Heavy Metal-Zeitschrift unter „Arschbomben“ avancierten, später echte Kult-Kapellen geworden. ODROERIR ist diese Ehre, „Arschbombe“ zu sein, mit ihrem Album „Laßt Euch sagen aus alten Tagen“ ebenfalls zuteil geworden. Und natürlich war dieses Urteil - wie so oft - völlig ungerechtfertigt. Aber was soll man als Rezensent der führenden Metal-Zeitschrift dieses Landes auch vernüftiges zustande bringen, wenn man voll von musikalischen Beschränktheiten ist, vor Vorurteilen strotzt und unter politisch korrektem Druck steht.
ODROERIR passen da natürlich nicht rein. Zum einen sind sie weder Mittelalter-Combo, noch Black Metal- oder Viking Metal-Band. Und doch von allem etwas. Zum anderen haben sie sich thematisch der Geschichte Thüringens verschrieben. Das ist sowohl national, als auch so spezifisch, daß es sicher vielen multikulturell und weltoffen eingestellten „Bewahrern“ des „wahren“ Heavy Metal völlig abgehen wird. Und zuguterletzt agieren ODROERIR hin und wieder scheinbar dilletantisch, was bei snobistischen Ohren in die falschen Gehirnwindungen geleitet werden könnte.
Dabei sind bei den Ostdeutschen vor allem Vorzüge ohrenscheinlich. Da haben wir die schönen, immer leicht folkigen Melodien, die mit „Iring“ einen hymnischen Höhepunkt erfahren. Desweiteren wird das Konzept erzählter Geschichten durch die Arrangements unterstützt, die sich in Sprechparts, melodische Gesänge, Kreisch-Passagen, Mittelalter-Flair, Viking-Metal-Heaviness und Epik aufgliedern. Schalmeien und Geige kommen ebenso zum Einsatz wie das klassische Heavy Metal-Instrumentarium.
Der cleane Gesang ist nur selten perfekt, manchmal verfehlt er gar den Ton oder klingt überzogen pathetisch. Das tut der Wirkung im Kontext mit der urigen Musik jedoch keinen Abbruch.
Nicht unerwähnt sollte bleiben, daß Vordenker der Band Fix von Menhir ist, der in dieser thüringischen Gruppe einst Schlagzeug und jetzt Gitarre spielt. Logisch, daß beide Bands musikalisch nicht so weit voneinander entfernt sind.

„De exidio Thuringiae“ JUB
http://strenuus.interfree.it

Odroerir is the the poet's met in the Nordic legend and is also the monicker of the new band of Fix from Menhir. Here we've the debut album called "Laßt euch sagen aus alten Tagen" and released through the active Ars Metalli. Very good production, astounding rhythm guitar parts, male "pagan" chants sometimes mixed with usual black metal screams, majestic keyboards and decent female sung piece. This is what Odroerir have to offer to the listener, in other words: a journey to the ancient medieval times. Music featured on this album is absolutely not "evil", it's very epic and sometimes melancholic. Lyricalwise the band deal with Thuringia, as Menhir use to do, that's what I call patriotism! If you are looking for something various and epic, but without to exceed the borders of kitsch, Odroerir is the band for you.

strenuus
Marchafunebret

Odroerir é uma banda surpreendente. Para quem gosta de Menhir, isso aqui é um prato mais que cheio. O som do Odroerir é bem variado, tem passagens mais Black Metal, com vocal rasgado, outras mais brutais ainda, mas o predomínio é dos vocais limpos, um som leve, com muitas partes de violão e também violinos. Alguns vocias femininos, enfim, algo bem Folk. Eu falo do Menhir, mais precisamento do MCD Buchonia, que tem violinos e vocal feminino. Tudo bem que Odroerir pode ser uma cópia dessa fase do Menhir, mas, o Menhir já não faz um som deste tipo, então os caras do Odroerir podem ficar tranquilos, pois provavelmente nenhuma outra banda está fazendo um som assim. Coincidentemente ou não, Menhir e Odroerir são lançados pela mesma gravadora, a Ars Metalli. Mas o mais importante eu esqueci de falar, que o Odroerir é provavelmente um projeto de alguns membros de uma banda chamada Mourning Ends, com uma pegada mais da fase Black Metal do Menhir, quer seja ou quer não, esses caras sãos fãs o Menhir, assim como eu, mas, também sou fã de Odroerir. O álbum inteiro é genial, mas é claro, a faixa matadora, inesquecível, que fica na cabeça mesmo é Iring, que já existe desde a demo do Odroerir, intitulada Iring mesmo. Nesta música, o refrão e os violinos são maravilhosos, uma música linda, eu quase tenho um treco escutando esta faixa do CD. Outra faixa bem bonita, e ainda mais leve é Brudermord, que quase faz chorar, não tem guitarras, apenas violões, vocal masculino e feminino limpos. Outra maravilha é Salzschlacht (ô nominho chato de escrever), tem um refrão magnífico, esses caras compõem que é uma beleza. Poucas faixas demostram brutalidade, uma dela é De Exidio Turingiae. Outra faixa em que os violinos detonam e que a banda pega um pouco mais pesado é em Zur Taverne, que até lembra um pouco uns caras tomando cerveja em canecas numa taverna, com alguns gritos de hey!!! É a mais viking do CD. Para finalizar, vem Dolmar (olha, até rimou), começa no violãozinho, nos cantos dos passarinhos, algo bem da floresta mesmo, a letra desta é basicamente ôÔôôôôÔÔÔ, masculino e feminino, é tipo, um epíligo do CD mesmo. E por falar em epílogo, esqueci de falar da intro, que tem uns barulhos bem estranhos, mas é legal e já se pode notar a pegada Folk da banda. Enfim, o álbum é totalmente maravilhoso. E a faixa Menosgada é do caralho, mas Iring é o ponto alto do CD.

Resenha por Denis
http://www.brighteyes.de

Wow! Mir liegt die „Arschbombe des Monats“ aus dem Rock Hard vor. Es liegt mir fern andere Schreiberling zu kritisieren, doch was sich der Schreiber des Rock Hard (den Namen nenne ich hier absichtlich nicht, weil es mir nicht um die Person, sondern um die Kritik geht) sich geleistet hat, ist wirklich frech. Ohne Frage, die hier vorliegende Scheibe gehört sicher nicht zu den Highlights der Musikgeschichte, doch der Verriss mit null Punkten ist völlig deplaziert. Weder das Songwriting noch die Produktion glänzen. Sie sind einfach unterer Durchschnitt. Die Idee, Metal mit Folk und Mittelalterelementen zu kombinieren, ist so alt wie das Erzgebirge, aber es gibt wirklich schlimmere Vagabunden im Musikbiz. So jetzt nochmal zur Band. Die jungen Thüringer haben sich mit der Vergangenheit ihrer Heimat auseinandergesetzt und für die Umsetzung eine aktive Vertonung gewählt. Das Label schreibt Pagan Metal mit mittelalterlichen Elementen. Pagan Metal habe ich zwar nicht so intensiv herausgehört, aber die Maultrommeln sind nicht zu überhören. Als Gegenpart zur desaströsen Rock Hard-Kritik muss ich auch das Info der Plattenfirma in Frage stellen. Die Band bietet definitiv (noch) nicht den gestandenen Acts Paroli und hat auch sicher kein außergewöhnliches Album eingespielt. Daher eine normale Augenzahl.

6 von 13 Augen  René Otto
http://www.ancientspirit.de

Eine durchaus nette Scheibe ist hier ODROERIR aus Thüringen gelungen. Pagan Metal kann man als Stilrichtung gerade noch durch gehen lassen, obwohl ich damit bisher eher eine solche Combo wie SKYCLAD in Einklang gebracht hatte. Von der Klasse SKYCLADs sind ODROERIR sicherlich noch weit entfernt, obwohl man beide Bands sowieso nicht so direkt miteinander vergleichen sollte, da die Thüringer in deutscher Sprache musizieren. Das Intro 'Präludium' wäre aufgrund des netten Riffs gar nicht mal so schlecht ausgefallen, hätte man doch nur auf den wirklich grausigen Schalmei-Einsatz verzichtet. Dieser macht den ganzen Song kaputt. Danach wird es aber kontinuierlich besser. 'Menosgada' bietet melodische Pagan-Mucke mit abwechselnd derbem und melodischen Männergesang unterstützt von einer Sängerin. Nach balladeskem Beginn steigert sich der Song härtemäßig, bleibt dabei aber immer melodisch. Mit 'Salzschlacht' folgt einer der stärksten Titel, einem klassischen Schalmei / Akustikgitarren Intro folgen treibende Riffs, ein hymnischer Refrain und starke Chöre. Das melancholische 'Brudermord' zeigt mit einem starken Geigenanfang und einem guten Refrain dann die "softere" Seite der Band auf. Wieder ist unterstützender Frauengesang zu hören. Das nächste Stück erinnert aufgrund des etwas rauheren Gesanges etwas an IN EXTREMO, aber wirklich nur im Ansatz. Das geigenbetonte 'Iring' hätte ruhig etwas kürzer ausfallen können, denn trotz der schönen Melodien kommt der Song etwas langatmig rüber. Es folgt 'Zur Taverne', welches absolut Party tauglich ist und wieder in die IN EXTREMO Richtung tendiert, mal fröhlich, mal schleppend melancholisch, aber immer schön eingängig. Da kann man nur sagen: "Hoch die Krüge!" Als Abschluß gibt es mit 'Dolmar' noch ein sehr eigenständiges Stück, bei dem ein gemischter Chor von Akustikgitarren begleitet wird. Trotz der recht schwachen Produktion und dem teilweise etwas ungehobelt wirkenden, stellenweise theatralischen Gesang kann ich ODROERIR einen gewissen Charme nicht absprechen. Man sollte sich jedenfalls nicht gleich von dem etwas unglücklich gewählten Introstück täuschen lassen. Freunden von MENHIR, SKYCLAD, IN EXTREMO oder sogar BATHORY sei die Truppe jedenfalls ans Herz gelegt. Soundpuristen dagegen seien gewarnt und sollten erst mal antesten

Frank , 7,5 Punkte
Mystic Obsession Zine

Tief aus den Wäldern Thüringens um Schmalkalden kommen ODROERIR, eine weitere Band neben MOURNING ENDS, die sich dem heidnischen Metall verschrieben haben. Im Gegensatz zu ihren Landsleuten bzw. Labelkollegen geht das fünfköpfige Gespann entschieden folkloristisch - mittelalterlicher sowie traditionsmetallischer zu Werke mit einem sehr hohen melodiösen sowie hymnischen Anteil. Dabei kommen neben dem typischen Metalinstrumentarium auch traditionelle Instrumente wie Schalmei, Geige und Schlagwerk zum Einsatz. Der Gesang von Barde Fix wird nicht nur durch die wunderschönen (Backing) Vocals von Zweitstimme Ivonne unterstützt, sie verleiht den Songs zudem noch mehr diesen mittelalterlichen Charakter. Dieser wird aber hauptsächlich von Lyricsthemen über das mittelalterliche Thüringen wie Schlachten, Morden oder Trinkgelage geprägt. Die Songs selber besitzen ein sehr gut ausgearbeitetes Songwriting, das selten über den getragenen Bereich hinauskommt, aber mit sehr eingängigen Melodien aufwartet, die größtenteils Hymnencharakter besitzen. In der Richtung haben es mir besonders die mit Lagerfeuerknistern eingeleitete Akustikballade "Brudermord" sowie die fast 7 min Gänsehauthymne "Iring" mit ihrem großen Backingchor am Ende angetan. Einzig flotte und tanzbare Nummer ist das ziemlich an SKYCLAD erinnernde "Zur Taverne". Ein wirklich erstklassiges Hörerlebnis, besonders wenn man ein Faible für diese längst vergangene früheuropäische Epoche hat. Da werden irgendwie richtige Sehnsüchte geweckt und nach Betrachten des herrlichen Coverartworks sowie des sehr aufwendig gestalteten Booklets & Co, fühlt man sich bei geschlossenen Augen regelrecht in diese Zeit zurückversetzt. Kann ich wirklich jedem Metaller, der auf Mittelalter steht, wärmstens empfehlen und alle Male besser als dieses neometallisch versiffte Zeux von IN EXTREMO!

The Holgman
http://www.refraktor.net

Ein Highlight für jeden Pagan Metal Fan ist mit dem Debütalbum von ODROERIR erschienen. Die Band, die im Herbst 1998 in den tiefen Wäldern Thüringens von Fix (dem Ex-Drummer und jetzigen Gitarristen der Landesgenossen Menhir) gegründet wurde, zählte durch ihre Demo-Veröffentlichung "Iring" schon 2000 zu einem Geheimtip im Underground. Durch diese Eigenproduktion beeindruckten sie auch ARS Metalli, die ODROERIR auch gleich unter Vertrag nahmen. Die Band, die Anfangs leider häufig von Besetzungswechseln geplagt war, machte sich daran neue Songs für das eben erscheinende Album zu schreiben. So gibt es auf "Laßt euch sagen ..." 8 perfekte Pagan Metal Songs zu hören, die mit melodiösen, folklorischen und mittelalterlichen Elementen durchsetzt sind und das Album zu einen Hörerlebnis werden lassen. Inhaltlich drehen sich die meisten Texte um die historische Geschichte ihrer Heimat Thüringen, so dass vor allem die thüringischen Metal Fans von diesem Album begeistert sein sollten. Aber auch ich, als Nicht-Thüringer, bin von diesem außergewöhnlichen Album begeistert, ODROERIR haben es mit ihrer Musik geschafft bei mir den richtigen Nerv zu treffen. ODROERIR haben ein aussergewöhnliches Gespür für eingängige Melodien, so dass sie es nicht nur auf "Laßt euch sagen ..." krachen lassen können, sondern auch romantische Gitrarrenstücke oder gar wunderschöne Balladen geschrieben haben. Genial finde ich auch den erhabenen männliche Gesang, der von Zeit zu Zeit Unterstützung von Ivonne erhält, die über eine wunderschöne hohe Gesangsstimme verfügt. Das Album muss man also einfach mal gehört haben, lieben tut man es danach ohnehin!!!
Anno Domini
Ausgabe 02/2002

Im Herbst `98 gründete sich in den tiefen Wäldern Thüringens die Band Odroerir, welche mit ihrem melodiösen, von folkloristischen und mittelalterlichen Elementen durchsetztem Pagan Metal frischen Wind in die Segel der Szene blasen. Gegründet von Fix, dem Ex-Drummer, jetzt Gitarristen der Landesgenossen Menhir, schafften sie es noch im selben Jahr ein Vorab-Tape einzuspielen, dass, zwar ohne Gesang und noch mit recht rohem Sound, schon vielversprechend daher kam. Im Rahmen einer köstlich gemeinsam durchzechten Nacht ergab sich schon damals reges Interesse von Seiten des Labels Ars Metalli. Nach leidlichen und langwierigen Besetzungswechseln setzten sie Ende `99 als fünfköpfiges Gespann mit weiblicher Unterstützung ihren begonnenen Weg fort. Nur einige Monate später erschien das erste offizielle Demo "Iring" mit fünf bahnbrechenden Stücken heidnischer Liedkunst. Nicht nur den erhabenen Gesängen, romantischer Gitarrenstücken, gemixt mit teutonischen Metal-Klängen, ist es wohl zu verdanken, dass das Demo bei den Fans und Magazinen durchweg positive Kritik einheimste. Die fünf Thüringer haben auch ein aussergewöhnliches Gespür für eingängige Melodien und ausgefeiltes Songwriting, geeint zu wunderschönen Balladen. Da war es auch nicht weiter verwunderlich, dass Ars Metalli wenig später an die borkige Eichentüre der Band klopfte um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre göttliche Musik, auf einen Silberling gepresst, unter das Volk zu bringen. Gesagt, getan, und im Jahre 2001 verschwanden sie abermals im Powertrack Studio, wo sie auch schon ihr Demo einspielten, um das Debüt "Lasst Euch sagen aus alten Tagen" auf zunehmen. Die acht Stücke schaffen es ohne Mühe, den gängigen Größen der Szene Paroli zu bieten und zeigen beeindruckend das Potential der Band auf. Textlich dreht es sich um die lebendige Geschichte ihrer Heimat Thüringens, welche voll von Sagen und Helden in diesem Werk eine furiose Auferstehung feiert. Ohne Übertreibung ein sehr außergewöhnliches Album.
http://www.iron-pages.de

Aus Thüringen stammen ODROERIR, die mit der CD »Laßt Euch sagen aus alten Tagen« ein wahrhaft meisterliches Stück Folk-beeinflußten Pagan Metal abliefern. Sollte aber kein Wunder sein, denn ursprünglich wurden sie vom jetzigen MENHIR-Gitarristen Fix ins Leben gerufen. Bei dieser Truppe toleriert man sogar einen leichten Hang zu balladenhaften Tönen. Aber wer denkt bei Pagan Metal auch schon an die typischen Herz-Schmerz-Schmalzer der Poser-Fraktion? Das Werk wird so recht melancholisch oder auch romantisch - ganz wie Ihr wollt. Aber im Grunde ist es auch egal, wie Ihr es nennt, denn es lullert Euch schön ein und läßt Euch von den Märchen und Sagen Thüringens träumen.
http://www.obliveon.de

Laßt euch sagen aus alten Tagen – ein jeder von euch sollte es wagen
Odroerir sein Gehör zu schenken – und der alten Zeit zu gedenken!
Neben Menhir und Adorned Brood dachte ich schon mit Mourning Ends (ebenfalls Ars Metalli) die ultimative Dreifaltigkeit in Sachen Pagan Metal ausgemacht zu haben. Aber mit stolz geschwelter Kriegerbrust gesellt sich eine weitere Schar zu diesen Bewahrern alter Werte und Tugenden. Odroerir stammen ebenfalls aus den Wäldern Thüringens und berichten auf ihrem Debüt Album von so mancher dunklen Stunde des Verrats und der Hinterlist in der Historie der Wallstatt. Dazu zaubert ein Flair aus mittelalterlichen Instrumenten im Verbund mit hymnenhaften Metalsounds den passenden musikalischen Hintergrund. Odroerir kreieren dabei ein Feuerwerk an Melodien, und mannigfaltige Gesangspassagen erschaffen einen nachfühlbaren Zeitriss. Es ist einfach wunderbar, den balladesken Tönen in „Brudermord“ zu lauschen, oder bis zum Morgengrauen bei einem Fass Met „Zur Taverne“ einzukehren. Traurigkeit dominiert „Iring“, wogegen stolze Gefühle in der „Salzschlacht“ überwiegen.
Laßt euch sagen aus alten Tagen – sie kehren wieder mit dieser Musik
Und in der Geschichte früherer Sagen – liegt auf ewig das zeitlose Glück!

10/10 - US
Invader Magazin

Another band, another attempt: In this case the name of the band is ODROERIR. They try to make a kind of metal I want to define as Medieval or Folk Metal in the style of SUBWAY TO SALLY and IN EXTREMO. I have to explain in short, I really like this sort of music and I also want to claim I am not an expert. But I know enough of this stuff to say that this album is o.k. to listen to, but not great enough that I personally would have payed for it. I don´t want to analyse single tracks, because I must confess, I heard the record twice and I really don´t want to for a third time. As a result, I will only give an overall view of the impression LASST EUCH SAGEN AUS ALTEN TAGEN has on me. Sorry, but that´s the way it is!
I had to pull myself together not to lay my hands over my ears by the off-beating and shrill way the bagpipes come along in the beginning of the record. Seen as a whole, the male voice can be described as too pathic, very insecure and weak on all tracks. The female voice is too thin and listless to convince. The instrumental side of the music is done much better: energetic and powerfull, a mostly mid-temped Folk Metal. But for my mind some parts are stressed too much and the stuff gets somehow too pathetic and very trashy. I got the impression of some of the more harder parts to be oversteered a little bit. It sounds like the last test before the first recording. All in all LASST EUCH SAGEN AUS ALTEN TAGEN has a too obtrusive style for my ears.
Please don´t listen to the texts: over the whole album, hey tell about Thüringen, from where the guys are. May be interesting for people who want to travel around Germany and stay for a time in that part of it, but it becomes unbearable for anybody else after a time. The only song I like is Zur Taverne: It´s a ideal song for an evening at the tavern and to get plastered till the birds begin to sing and it´s really time to go home!
I got the impression ODROERIR could not decide wether to make real Folk Metal or real Black Metal. Sorry, but not that way!

Suse: 5.0 out of 10 Points
http://www.skullcrusher.net

Deutsche Band, die ihren Pagan Black Metal mit normalem Metal und nem Haufen Mittelalterklängen kombinieren. Dazu kommen Deutsche Texte, die sich hauptsächlich mit der Thüringischen Vergangenheit auseinandersetzen und im männlich/weiblichen Kombinationsgesang durchwegs normal vorgetragen werden. Heraus kommt bei der ganzen Sache ein großer Batzen, in Pathos ertränkter Langeweile, immer auf der Schwelle zur Peinlichkeit. Zwar kann die Produktion durchaus gefallen, die Drums haben schön viel Hall und alles ist recht druckvoll, aber bei langweiligen Songs hilft auch das nicht mehr. STOP.

BSE
http://www.hammer-mag.de

Nach langwierigen Besetzungswechseln haben es die im Herbst 1998 gegründeten Odroerir nun geschafft, ihr Debüt einzuspielen. LASST EUCH SAGEN AUS ALTEN TAGEN heißt dieser Silberteller - und fällt positiv auf durch Abwechslungsreichtum, der sich über die acht Songs erstreckt. Das Album fängt saustark mit dem instrumentalen `Präludium` an: Thrashige Riffs, gepaart mit einer eingängigen, mittelalterlich klingenden Melodie, vermögen es sofort, sich in den Lauschern des Hörers festzusetzen und machen Appetit auf mehr. Jedoch allen Hoffnungen zum Trotz stellt sich dieses ersehnte "Mehr" nicht ein. Auf dem Erstling der fünf Thüringer um Band-Kopf und Haupt-Songschreiber Fix findet der Hörer langsame bis allenfalls Mid-Tempo-Nummern, die zwar handwerklich gut gemacht sind, aber leider nicht so recht zünden wollen. Lediglich bei `Zur Taverne` geht es wieder flotter zur Sache, und man bekommt spürbar das Gefühl, sich lecker das eine oder andere Trinkhorn Met mal genauer zu Gemüte zu führen. LASST EUCH SAGEN AUS ALTEN TAGEN besitzt originelle Momente, die aber zu vereinzelt gestreut wurden. Für Mittelalter Metal-Freaks durchaus zum Antesten empfohlen.

ANZO SADONI
http://www.echoes-online.de

Das Urteil
Die seit 1998 bestehende Band sollte eigentlich jedem Liebhaber guten Pagan-Folk-Metals ein Begriff sein. Falls nicht, sollte sich dies mit „Lasst euch sagen aus alten Tagen“ schleunigst ändern. Wer das 2000er Demo „Iring“ schon mochte, wird dieses Album schlichtweg lieben - alle anderen sollten zumindest einmal ein Ohr riskieren. Odroerier gehen mit ihrem sehr eigenständigen Sound eine gelungene Symbiose aus mittelalterlichen Liedgut und moderner Instrumentierung ein, ohne dabei bei dieser schmalen Gratwanderung je den roten Faden zu verlieren. Wunderschöne Akustikklampfen (z.B. das völlig geniale Intro zu ‚Salzschlacht‘), gepaart mit verzerrten E-Gitarren Sound, lieblichen Backing Vocals, wütenden Schlagzeugattacken und den unvermeidlichen Growls (die hier allerdings stimmig eingesetzt werden und nicht - wie bei vielen anderen Bands - deplatziert oder gar lächerlich wirken) - das alles perfekt arrangiert und umgesetzt. Erstaunlich ausgereift für eine Debüt CD. Auf den weiteren Werdegang dieser Gruppe darf man gespannt sein.

Jens Godau 8.0 Punkte
http://www.underground-empire.de

Aus den tiefen Wäldern Thüringens stammt diese Folkblackmetal Truppe, welche dort von Fix, dem jetzigen Gitarristen der ähnlich Gelagerten MENHIR gegründet wurde. Zu dieser Zeit entstand auch das erste Demo-Tape, welches jedoch noch keinen Gesang beinhaltete. Nach einigen Besetzungswechseln wurde 1999 dann das erste richtige Demo "Iring" von der nun fünfköpfigen Truppe eingespielt. Es wurde direkt auch eine Sängerin verpflichtet. Bevor einige Leute jetzt etwas falsches Denken: NEIN SIE SINGT NICHT OPERETTENHAFT, sondern eher natürlich. Sofort wurde die Band von ARS-Metalli unter Vertrag genommen. Eins vorweg, ARS-Metalli haben wirklich Geschmack bewiesen. Zwar war ich anfangs etwas skeptisch, klangen die Schalmeien doch eher wie diese lustigen Tröten mit dem Papier vorne drauf (Kennt sicher noch jeder aus seiner Jugendzeit), wodurch das Intro mich auch nach dem zehnten mal hören eher zum Schmunzeln anregt, was die restlichen Stücke aber locker wieder wegmachen. Kommt der erste Song "menofgada" noch recht traditionell daher (was nicht heisst, dass der Song schlecht ist) wird es so richtig genial mit dem zweiten Song "Salzschlacht". Eingeleitet von einer der schönsten Zupfschemen die ich jemals gehört habe, baut sich dieses Lied stetig auf. Wunderschöne Folkmelodien, gepaart mit genialen Blackmetal-Passagen und absolut kreativen und geilen Metalriffs. Die Vocals sind abwechselnd clean von Mann und Frau gesungen und harsch blackmetallisch, wobei man dem Sänger attestieren muss, dass er eine sehr eigene charismatische Stimme besitzt. die restlichen Songs stehen dem Song in keinster Weise nach. Am Ende befindet sich noch ein schöner Saufsong mit dem passenden Namen "zur Taverne". Empfehlen kann ich diese CD vom ganzem Herzen jedem der auf MENHIR, VINTERSORG und ähnlich gelagerte Bands steht. Alle anderen sollten auf jeden fall mal reinhören. Schaden kann das nicht und wird Euch eher bereichern. Diese CD wird sich in Zukunft oft in meinem CD-Player drehen. Besser als MENHIR und saugeil deswegen:

TRAXX , Klang: 8.5/10 , Musik: 9.5/10 , Spieldauer: 40:40 min.
http://www.astan-magazin.de

Keine Ahnung, was sich Band, Produzent und Label bei dieser Veröffentlichung gedacht haben. Vielleicht, dass man auch im mittelalterlichen Thüringen schon nicht singen, geschweige denn vernünftig mit seinem Instrument umgehen konnte. Wenn die Herren und Damen von dieser These ausgehen, dürfte man von einer traditionell sehr verbundenen Scheibe sprechen. Allein das "Präludium" mit mehr als missglücktem Schalmeieinsatz zeigt, wo der Hammer hängt: direkt über den strapazierten Geschmacksnerven des willigen Hörers. Wenn man das Instrument nicht beherrscht, sollte man es lieber sein lassen.
Wirklich schade, da vielversprechende Ansätze zu erkennen sind:
Saftige E-Gitarren unterstützt von souveräner Schlagzeug- Bassarbeit, einige schöne Arrangements und Hooklines, sparsam eingesetzte Samples zwecks Stimmungsunterstützung, ja selbst der Gesang ist nicht durchweg ungenießbar - und dennoch einer der entscheidenden Knackpunkte dieser Scheibe: oft unsicher, leiernd, unpassend pathetisch und manchmal pseudo-böse, als wenn man jene Eigenart nicht schon oft genug in dieser Sparte untergejubelt bekäme. Insgesamt erweckt der Tonträger den Eindruck, dass die Macher die nötige Geduld verloren haben, um ihrem Vorhaben -alte Sagen aus Thüringen wiederzugeben-, gerecht zu werden. So werden die ansonsten überzeugenden Konzepte wie z.B. "Brudermord" oder "De excidio Thuringiae" durch Fahrlässigkeiten ihrer Wirkung beraubt.
Also bitte noch einmal zurück in´s Studio und die Schnitzer ausbessern!

Fazit: 3 von 10 Punkten + 50 Hiebe mit dem Stock!
http://www.altaruz.de

Laßt Euch sagen aus alten Tagen... Das Cover, der Bandname und auch der Albumtitel kündigen es bereits an: Hier wird deutscher Pagan-Metal mit viel Einflüssen aus dem Mittelalter geboten. Vertieft man sich kurz in die mitgelieferte Bandinfo, so kommt einem ein gewisser Fix bekannt vor. Richtig, der hatte auch schon bei den Thüringern "Menhir" seine Finger im Spiel, bzw. an der Gitarre. Und in eine ähnliche Richtung die die Mucke seiner Stammkapelle geht auch das, was er mit ein paar anderen Gesellen nun unter dem Namen "Odroerir" veröffentlicht hat.
Nur mit dem Unterschied, dass man diesmal noch mehr Einflüsse aus dem Mittelalter verwendet hat. So tönen uns beim Intro "Präludium" gleich die Schalmeien um die Ohren, die sich jedoch ein wenig laienhaft gespielt anhören. Aber in Kombination mit den bald einsetzenden fetten Gitarrenriffs ergibt das schon eine interessante Kombination. Der eigetnliche Opener "Menosgada" zeigt dann die Marschrichtung der Band auf und wechselt zwischen aggressivem Geshoute, klarem Gesang, Folk-Atmosphäre und rockigen Gitarrenklängen, wobei man aber nie wie eine Art "2. In Extremo" oder so klingen will und das auch nicht tut, sondern stets seinen eigenen, ursprünglicheren Sound bewahrt. Etwas aus dem Rahmen fällt dabei noch "Brudermord", das als melancholische Ballade mit einem Frauenchor das Ende Thüringens besingt.
Ab und an ergänzen übrigens immer wieder die Klänge einer Violine den Sound der Truppe, was sich besonders beim "Titelsong" "Iring" mehr als nur gut anhört. Wer also die Stammcombo "Menhir" schon gut fand und sich ganz generell mit paganistischen Folk-Metal anfreunden kann, sollte hier auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren. Literarische Schmankerl à la Skyclad dürft ihr zwar nicht erwarten, aber deswegen kann man die Scheibe ja trotzdem gut hören...

76 %MK
http://www.heavyhardes.de

CD-Player eingeschaltet, auf Play gedrückt und gleich einen Schock bekommen. Die grauenhaftesten Dudelsacktöne die ich je gehört habe, verschandeln gleich den ersten Song. Selbst ich hab bei meinem zweiten von drei Versuchen, einem Dudelsack Töne zu entlocken, besseres zustande gebracht - und das mag schon was heißen. Aber für die lieben Leser von Heavyhardes.de hab ich alle meine Kräfte gesammelt und mir den kompletten Song angehört, aber durch dieses störende Gedudel konnte ich den Rest kaum wahrnehmen. Zu meiner großen Erleichterung wurde dann glücklicherweise ab dem zweiten Lied auf diese grausame Folter verzichtet und ich konnte mich dann endlich auch den Rest der musikalischen Begleitung konzentrieren. Und die war echt ned schlecht. Melodiösen Pagan-Metal mit folkloristischen und mittelalterlichen Elementen (die sich aber zum Glück hauptsächlich auf den ersten Song beschränken) nennt es mein Beipackzettel zur CD und eine andere Umschreibung würde mir jetzt auch nicht einfallen. Technisch uns soundmäßig wirklich gut, der Gesang aber passt nicht wirklich zu dem Ganzen (nur leider hört dieser nach dem ersten Song nicht auf). Auch die Texte nerven irgendwann, denn der Inhalt dreht sich nur um die Heimat der Band: Thüringen! Auf der ganzen CD nur Thüringen! Ehrlich Leute - Heimatverbundenheit in allen Ehren, Thüringen mag auch eine schöne Gegend sein und ich hänge ja auch an MEINEM wunderschönen Bayern - aber der Nation gleich einen ganzen Silberling lang von Thüringen vorzusäuseln, hätte es echt nicht gebraucht. Sorry! Deshalb und auch wegen dem Dudelsackausrutscher, trotz gutem Sound, nur ne 2.

Yvo
http://www.rockhard.de
 
DIE ARSCHBOMBEODROERIR

In der Halbzeitpause des Spiels Alemannia Aachen gegen Eintracht Frankfurt steckte mir Albrecht die Information, dass eine "interessante" Rezension auf mich zukäme.
Eine Woche später wusste ich dann, was der Kollege unter "interessant" versteht...
Zu den Fakten: Odroerir aus Thüringen spielen nach eigenen Angaben Pagan Metal und würden sicherlich gerne in einer Liga mit In Extremo, Skyclad und Falconer spielen. Davon sind sie jedoch so weit entfernt wie ihre Landsleute von Carl Zeiss Jena von der Champions League- Teilnahme.
Das Intro "Präludium" ist etwa so disharmonisch wie Hellhammers legendäres "Triumph of Death". Der Schalmeien Einsatz klingt dabei so grauenhaft, als würde Buffo seine gefürchteten Blähungen (in Fachkreisen werden "Death" und "Black Metal Farts" unterschieden) durch dieses ehrwürdige Instrument katalysieren.
In der Biographie ist die Rede von "bahnbrechenden Stücken, erhabenen Gesängen, außergewöhnlichen Balladen".
Würde gerne mal wissen, nach wie vielen Litern Met dieser Schwachsinn geschrieben wurde. Dreht die Formulierungen einfach mal ins Gegenteil um, und ihr wisst was Sache ist.
Einen Produzenten hat man erst gar nicht erwähnt - kein Wunder! Welcher Techniker würde sich mit solchen musikalischen Stümpern in einem Studio zusammenrotten und seinen Ruf und seine Nerven verspielen? Den Plattenvertrag hat sich das Quintett nach einer gemeinsamen durchzechten Nacht mit den Jungs vom Label erschlichen. Trinkfest ist man also. Leider schafft es der Hörer nicht, sich die Platte schön zu saufen.
Interessant (ohne Anführungsstriche) ist dagegen nur das textlichen Konzept, in dem man sich mit der vormittelalterlichen Geschichte des Landes auseinandersetzt. "Thüringen, was ist nur geschehen? Dein Untergang, er naht, durch diese Freveltat", heißt es passender weise in einer Strophe: In vergangenen Zeiten wäre die Band für die vorliegende musikalische Schandtat aus der Heimat vertrieben worden. (Geteert, gefedert und mit einer glühenden Mistgabel im Hintern! - Red.) Aufgrund der infamen Schnittmenge von musikalischen Defiziten, fehlender Songwriter - Qualität und der misslungenen Produktion springen hier so viele Punkte heraus, wie die Eintracht in Aachen holte: nämlich null. Mein Honorar versteh ich ausdrücklich als Schmerzensgeld!

Wolfram Küper...................... 0
http://www.twierdza.de.vu

Lasset euch entführen in die Tiefen Thüringischer Wälder, in längst vergangene Tage Thüringischen Stolzes, in eine Welt der Sagen und Legenden, in eine Welt germanischer Götter, in eine Welt der Zwietracht und des Krieges, in die Atmosphäre laut und wild durchzechter Sommernächte mit schäumendem Bier und Hörnern voll Met, im Scheine des Lagerfeuers und im Schutze der nahe gelegenen Taverne...ODROERIR laden ein zur Reise ins alte, germanische Thüringen, und bieten dabei musikalisch auch etablierteren Bands gekonnt Paroli. Was einem zunächst an ODROERIRs Debüt "Laßt Euch Sagen Aus Alten Tagen" auffällt, ist die große Ähnlichkeit zu den Thüringischen Landsleuten von MENHIR, die sowohl in den engagierten deutschen und heimatverbundenen Texten, in der Aufmachung des Booklets, als auch in der musikalischen Ausrichtung, obwohl diese ein wenig Folk-lastiger und etwas gemäßigter als bei MENHIR ist, zu Tage tritt.. Kein Wunder, kommt doch diese Ähnlichkeit nicht von ungefähr. Gegründet wurden ODROERIR nämlich vom ehemaligen Schlagzeuger und jetztigen Gitaristen MENHIRs, Fix. Dieser betätigt sich bei ODROERIR ferner als Sänger und bedient die Schalmei. Unterstützt wird Fix von Stickel (Gesang, Gitarre, Schalmei), Ivonne (Gesang), Ralph (Bassgitarre) sowie Phillip (Schlagzeug und Schlagwerk). Doch Ähnlichkeiten zu MENHIR hin oder her - ODRORIR sind eine ziemlich originelle, überzeugende und mit einem Händchen für gute Melodien ausgestattete Pagan-Folk-Metal-Band, die sich vor Vergleichen durchaus nicht zu scheuen braucht, vor Allem wenn man bedenkt, dass man es hier trotz der hohen Qualität erst mit dem Erstlingswerk der Gruppe zu tun hat. Von dieser Gruppe wird man noch Einiges hören... Die Scheibe wird von einem schönen "Präludium" eingeleitet, welches treibend, martialisch und Folk-beschwingt den Auftakt zum mal fröhlichen, mal besinnlichen, heidnisch-metallischen Reigen bildet. Anschließend folgen die meiner Meinung zwei besten Songs des Albums, die zwei leicht pathetischen und mitreißenden Halbballaden "Menosgada" und "Salzschlacht", bei welchen besonders die schönen Chöre und Gitarrensoli, sowie die angenehme klare Stimme des Sängers hervorzuheben sind und bei denen auch mit krachenden Metalpassagen nicht gegeizt wird. Nach einigen weiteren, guten bis sehr guten Liedern, klingt "Laßt Euch Sagen..." dann mit einem schönen, melancholischen Outro aus. Natürlich gibt es auch ein paar Kleinigkeiten zu beanstanden, wie z.B. den an manchen Stellen noch etwas unbeholfenen Gesang (vor Allem Ivonne könnte noch mehr aus sich rausgehen) oder das für mich musikalisch eher unspektakuläre "De Exccidiae Thuringiae", aber diese Makel werden durch die Spielfreude und Energie der Band zum größten Teil wieder wettgemacht - und außerdem ist das gerade mal das Erstlingswerk der Band. Wer auf Folk(-Metal), (melodischen) Paganmetal und Artverwandtes steht, der sollte ODROERIRs Debüt unbedingt mal sein Gehör schenken - es lohnt sich.

BEWERTUNG : (1-10 P.) : 8   Von: WOLOS
http://www.metalius.de

Die Thüringer Truppe um Songschreiber Fix, mit dem unaussprechlichen Namen ODROERIR, setzt nun zum Angriff an, um nach der Veröffentlichung ihres 2000er Demos "Iring“, ihr Erstlingswerk unter Frau und Mann zu bringen. Nein, diese Reihenfolge habe ich nicht der allgemeinen Emanzipationsregel zufolge angewandt, sondern aus dem Grunde, weil die Band mit Ivonne die einzige weibliche Kraft im Gepäck hat. Soll diese vorrangige Erwähnung des weiblichen Geschlechts, also am meisten ihr zugute kommen *g*
Allerdings muss ich sagen, dass ich anfänglich ziemlich ins Zucken gerate, wenn ich das alles eröffnende Instrumentalstück „Präluoium“ belausche, indem leicht erkältete Schalmeien zu hören sind, die sehr langsam voranschreiten, dann glücklicherweise durch Vermischung treibender Gitarren doch noch zur Auflockerung geführt werden. Wie soll man die Musik im Allgemeinen beschreiben? Also, ich denke, sie fällt ruhiger aus, als ich es mir anfänglich ausmalte. Es werden vergangene Sagen und Helden der thüringischen Heimat, in folkloristischer/mittelalterlicher Weise mit Unterstützung von Schalmei und Schlagwerk, besungen. Hierbei richtet man das Augenmerk besonders auf die Melodien, welche vereinzelt von der männlichen Stimme ein wenig ins Schwanken geraten, weil diese zwischen Hoch und Tief variiert. Ja, und Ivonne steht es im Übrigen auch besser, wenn sie sich mehr dem Summen als der Stimmausreizung wie z.B. auf dem traurigen Heimatlied „Brudermord“ zuwendet.
Die Musik ist weniger hart, trotz der leicht metallischen Momente, Riffs und mitunter traurigen Texte, bewahrt sie doch eine überwiegend schwungvolle Linie. Und was ist da besonders erfreulich? Ja, man hat ein Sauflied im Gepäck...Nicht dass jetzt wieder Gerüchte aufkommen, derart Lieder treiben lediglich mein allgemeines Wohlbefinden in höhere Gefilde, durch den Spaß und die Freude mit der solche Songs besungen und natürlich von mir angenommen werden. Hoch das Horn!!! Im Großen und Ganzen ist die Scheibe akzeptabel, aber es könnte wie gesagt noch ein wenig am Gesang gefeilt werden.

7,5 von 10 Thumbstones Jana
http://www.the-gothicworld.de

Ein gewagtes Stück, welches die Thüringer hier vorlegen. Denn engstirnige Kleingeister dürften beim Anblick des Covers, dem oberflächlichen Hören der Texte und der Musik, sofort den Klassenfeind wittern.
Wie sonst soll man ein Produkt einordnen, ohne darüber nachdenken zu müssen, wo der Name in Runen geschrieben steht, die langhaarigen Metaller sich noch in Felle und Eisen abbilden lassen und des Öfteren der Name "Wotan" erschallt. Da entdeckt der vorbildliche V-Mann doch hinter jeder Sackpfeife, Drehleiher, die mit bösen Metalriffs geparrt und fast hymnischen Chören garniert ist, den ideologischen Background einer bis dato immer wieder verbotenen (zu Recht!) Randgruppe. Aber bedeutet das Beschäftigen mit den alten Mythen dieses Landes, die Vorliebe für mittelalterliche Schlachtengemälde und den Ausläufern der Nibelungensage, transportiert in die metallischen Musikentwicklungen der Neuzeit gleich einn Abdriften ins Rechtsaussen?
Wenn dem so ist dann haben die Mannen und eine Frau von ODROERIR mit ihrem Soundtrack zur Geschichte Thüringens wieder genug Zündstoff für heiße Diskussionen abgeliefert. Wenn teutonisch gleichbedeutend für politisch unkorrekt ist. Für alle anderen bieten sie eine durchaus abwechslungsreiche CD in der sich wuchtige Balladen, zwischen mittelalterlichen Instrumentierungen und gelegentlichen Metallattacken begegnen, um die Sehnsucht nach einer Zeit zu manifestieren, die vielen als Idealbild, den anderen als suspekt erscheint. Paganmetal nennt es die Plattenfirma.
Im Grunde ist es Musik die sich einreiht in all die vielen Mittelalter meets Heavy Metal-Bands, sich aber insofern davon wieder abhebt, das ODROERIR mehr wert auf klare, eingängige Songstrukturen, denn wilde Experimente a la wir bauen alle dreißig Sekunden komplizierte Breaks ein, legt.
Also hoch die Methörner, die langen Haare geschüttelt und taucht ein in die raue, dunkle Vergangenheit alter Mythen... "Lasst Euch sagen von alten Tagen" eben.

Thomas Sabottka für GOTHICWORLD

Soundbase Mag

Auch wenn es nicht gerade mein bevorzugtes Genre ist, würde ich nie behaupten mit „Mittelalter-Metal“ und dergleichem überhaupt nix anfangen zu können. Allerdings gibt es Bereiche der Musik, in denen ich andere Ansprüche als andere Konsumenten stelle und bei denen ich einfach anders an die Sache herangehe als bei meinem bevorzugten Gebieten zeitgenössischer Klänge. Und wenn ich in Spielarten des Metals irgendwas nicht mag, dann sind es diese gruftigen Sachen, die zu kitschig-pathetisch und aufdringlich kommen.
Als aufdringlich enpfinde ich bei „laßt euch sagen aus alten Tagen“ schon mal das Dudelsack-Intro, den pathetisch dahergequältem Gesang in Kombination mit Chören, weiblichen Geseier und bösem Gekrächze und bei harten Passagen den leicht übersteuerten Sound - da hätte man den Endmix wirklich noch mal etwas überarbeiten müssen. Zwischendurch deplatziert in die Länge gezogene Instrumental-Passagen oder der reinste Alibi- Folk-Einschlag durch Akustik-Gezupfe bei Lagerfeueratmosphäre, Instrumente wie Geigen und so weiter und sofort lassen die Chose ein wenig zusammengeschustert wirken.
Klingt für mich fast schon wie der krampfhafte Versuch zwischen quasi-modernem Folk/Mittelalter –Klamotten und Düster/Black Metal im großen Stil Fuß in der Gothic-Metal-Landschaft zu fassen. Und das , sorry, gefällt mir so wie es hier gemacht wurde einfach überhaupt nicht!

(SD) [4/12]
http://www.metal-observer.de

MENHIR - Fix - Folk Black Metal - Thüringen - Folk Metal - Fix - ODROERIR.
So ungefähr könnte man die Entstehung dieser Band herleiten. ODROERIR (benannt nach dem Dichtermet der nordischen Sage) sind die neue (?) Band von Fix, der neben MENHIR hier sein Faible für mittelalterlich angehauchten Folk Metal auslebt. Und wie bereits den MENHIR-Werken liegt seine Heimat Thüringen ihm wieder mal sehr am Herzen, das nenne ich mal Heimatverbundenheit...
Na egal, musikalisch beschreitet man einen Pfad, der mit jeder Menge Pathos daherkommt und damit hier und da etwas an der Grenze zum Kitsch wandelt, wobei die Frage erlaubt sei, ob man hier irgendetwas bekommt, das so oder so ähnlich noch nicht da war und ob man das dann auch wirklich noch braucht. Ich persönlich habe damit sicherlich kein Problem, was aber wohl auch daran liegt, dass ich diese Stilart generell doch recht mag...Was musikalisch so weit aber noch weitestgehend im grünen Bereich daherkommt, da wird es gesanglich schon etwas weniger eindeutig. Sänger Stickel kann größtenteils mit seiner Pathos-erfüllten und mich immer wieder mal an PARAGON OF BEAUTY's Monesol erinnernden Stimme durchaus noch überzeugen, auch wenn sie hier und da etwas kraftlos klingt, aber bei Co-Sängerin Ivonne fehlt mir persönlich der Saft in der Stimme, was besonders beim ansonsten hervorragenden, getragenen "Iring" etwas abträglich ist.Dagegen ist der Band mit "Zur Taverne" ein beinahe ideales Sauflied gelungen, das selbst bei mir als Nichtalkoholiker Gedanken an eine verrauchte Taverne des Mittelalters heraufbeschwört, wo Mädchen das Met und geröstetes Schwein servieren... Ehm, wo war ich? Ach so, "Zur Taverne". Flott, mit ebenso einfacher wie effektiver Melodie ausgestattet, dazu dem passenden Text, hier passt eigentlich alles zusammen, starkes Teil.Manch einem wird die Folk Metal-Welle wohl mit Sicherheit schön langsam zu viel werden und auch bei ODROERIR ist nicht alles Gold was glänzt, aber ein unterhaltsames Stück Musik bekommt man allemal und alle, die überlegen ob sie sich das Teil zulegen sollen oder nicht, es entginge euch "Zur Taverne", nur so am Rande.

MENHIR - Fix - Folk Black Metal - Thuringia - Folk Metal - Fix - ODROERIR. You could form a train of thought for ODROERIR like this. ODROERIR (the poet's met in the Nordic legends) is the new (?) band of Fix of MENHIR-fame, who here is living out his faible for medievally influenced Folk Metal. And as with the MENHIR-albums his home of Thuringia is predominant in the lyrics, that's what I call local patriotism…
Anyway, musically the Germans follow a path full of pathos, here and there dangerously close to the border of kitsch, leaving the question open, if you really get something here that has not been there in this or a very similar way and if you then really need it. I personally do not have a big problem with that, maybe because I like this sub-genre in general…
What musically is mostly in the green, is less clear in the vocal-department. Singer Stickel in most places can convince with his pathos-laden voice, which time and again reminds me of PARAGON OF BEAUTY's Monesol, yet sounding a little powerless here and there, but co-singer Ivonne, well, I really miss power in her voice, which proves to be a stepping stone for the otherwise great, slow-paced "Iring".
But with "Zur Taverne" the band has created an almost perfect song for carouses, which even with me as declared non-alcoholic conjures up images of a raunchy and smoky tavern of the Middle Age, where wenches serve met and roasted boar… Ehm, where were I? Ah, "Zur Taverne". Swift, with an equally simple and effective melody, fitting lyrics, everything fits together here, a really good one!
For some the Folk Metal-wave might get a little too much by now and also with ODROERIR not all that glitters is gold, but you still get an enjoyable piece of music and all of you, who are thinking, if they should get it or not, you'd also miss "Zur Taverne" just as a side-note…

Alex 7/10

http://members.aol.com/abermag1

Wenn ihr auf das Mittelalter steht, liegt ihr mit dieser Scheibe richtig. Die Thüringer haben sich nämlich traditionellen Klängen gewidmet und diese im Stil des Pagan Metal mit harten groovenden Gitarren unterlegt. Das passt ganz gut zusammen und es kommt auch bei Hören so eine richtige Stimmung auf. Denn die Band versteht es ruhig Passagen mit Abgeh-Teilen geschickt zu verbinden. Konsequenterweise besingt man auch die eigene Thüringer Geschichte in deutsch. Man muss aber schon ein Sinnn für die Musik des Mittelalters haben ansonsten ist man hier fehl am Platz. Abzüge gibt es bei mir wegen dem manchmal wackeligen Gesang. Ansonsten aber ein passables Album, wenn man sich auf eine Zeitreise begeben möchte.

(Moni)  ****
http://www.vampster.com

Viele Gedanken schwebten mir durch den Kopf, als ich dieses Album zum ersten Mal hörte. Einer davon war: „Was, Onkel Tom macht jetzt einen auf Folk??“ Ja, wer das Booklet zu dieser ersten Platte der Thüringer ODROERIR öffnet, sieht tatsächlich jemanden, der exakt so aussieht wie good old Tom Angelripper, bloß daß der hier keinen Bierkrug, sondern ein riesiges Met-Trinkhorn in der Hand hält und dem geneigten Hörer damit zuprostet. Die Kleidung ist auch dementsprechend, und so stellt sich schnell heraus, daß es sich bei dem trinkseligen Manne um jemanden namens „Fix“ handelt, der auch schon als Gitarrist von MENHIR in Erscheinung getreten ist. Nun hat er also eine zweite Band am Start, mit dem merkwürdigen Namen ODROERIR, der, wenn man ihn ein bißchen vulgär ausspricht, irgendwie an die Geräusche erinnert, die ich am letzten Wochenende dank eines Magen-Darm-Infekts mehrmals von mir gegeben habe. Oder auch an die, die nach zuviel Metgenuß... aber lassen wir das, wenden wir uns der Musik zu. Diese ist, wenn man´s ganz kurz macht, eine ruhigere Variante von MENHIR, halt reinrassiger Folk Metal ohne Black Metal-Einflüsse, größtenteils im Midtempo angesiedelt und mit Männer- und Frauengesang. An der Umsetzung hapert es allerdings etwas, denn die Stimme des Herrn „Stickel“ (in Thüringen hat man höchst merkwürdige Namen, wie ich finde...), sofern er es ist, denn Fix singt auch, klingt reichlich dünn und ein wenig unsicher; da wäre vielleicht ein bißchen mehr Selbstbewußtsein vonnöten. Auch Sängerin Ivonne haucht mehr als dass sie singt. Dies kommt den hymnischen Drei-Viertel-Takt-Liedern nicht unbedingt zu gute; man kann jedoch darüber hinweg sehen, ganz so schlimm ist es nicht. Die Songs an sich indes sind das Problem - wer braucht denn die hundertste Band, die Folklore mit Metal verbindet? Irgendwie ist das ganze reichlich ausgelutscht. Und über den Einsatz der Schalmei im „Präludium“ hüllen wir mal lieber den mantel des Schweigens... Auch die Texte über Thüringen und thüringische Sagen - Fix hat offenbar eine Art Heimatkomplex, jedenfalls ist das jetzt schon die vierte Veröffentlichung (ohne Gewähr) aus seinem Umfeld, die von Thüringen handelt - können nicht wirklich vom Hocker reißen, auch wenn die Strophe „Oh ihr Götter, was habt ihr uns angetan? / Der Fluch des Nordens ist unser Untergang! / Mein Volk nun gegen Westen zieht / dort, wo die Sonne untergeht“ mit ein wenig humoristischer Interpretation durchaus Spaß machen kann. Auch fragt der Hörer sich nach dem fünften Lied über Herminafried und Thüringens heldenhafte Schlachten gegen die bösen Franken und Sachsen langsam, wann denn endlich mal andere Aspekte Thüringens, vielleicht die berühmte Thüringer Röstbratwurst, behandelt werden. Aber Spaß beiseite: „Laßt euch sagen...“ ist ein Album, das nur echte Folk Metal- und Thüringen-Fetischisten wirklich brauchen, da es einfach zu viele solcher Bands gibt und die ganze Heidenkitsch-Thematik langsam wirklich nervt. Eins muß man ODROERIR aber dennoch lassen: Mit „Zur Taverne“ hat man ein brillantes Sauflied geschrieben, das auf Festen noch für Freude sorgen wird. Immerhin.

Artikel von Andreas Holz
http://www.metal-district.de

Lust auf eine Reise in die Vergangenheit Thüringens? Durch die alten Schlachten, die mittelalterlichen Besäufnisse und Lagerfeuer-Feste? Dann dürfte "Laßt euch sagen aus alten Tagen" der Formation ODROERIR durchaus das richtige sein. Mit reichlich Verspätung kommt nun das Werk also endlich über Ars Metalli auf den Markt und spricht mit seiner mittelalterlichen Melodieführung und textlichen Konzeption vor allem natürlich Freunde von Bands wie In Extremo oder STS an. Jedoch unterscheiden sich ODROERIR doch schon ein wenig gravierender von den genannten und gefallen mir ehrlich gesagt auch besser... Das liegt zum einem an dem nicht so übertrieben wirkenden Einsatz von mittelalterlichen Instrumenten (neben wirklich gut gemachten Akustik-Passagen und einer sehr missglückten Schalmei-Spielerei im Intro "Präludium" kommt nicht viel zum Vorschein) und der viel vorhandenen Abwechslung innerhalb der Songs. Auch der Gesang, einerseits recht pathetisch anmutende klare Vocals aber auch gekeifte Parts, läuft mir ganz gut rein. Die weiblichen Gesangsparts sind auch vollkommen in Ordnung, könnten aber hier und dort natürlich noch ein wenig verbessert werden. Insgesamt sind auf "Laßt euch sagen aus alten Tagen" einige sehr geile Hymnen wie "Salzschlacht", die ruhigen "Brudermord" und "Dolmar" oder das Sauflied "Zur Taverne" vorhanden. Die musikalische Untermalung für den nächsten Metabend dürfte somit gesichert sein!

(pw)
http://www.wallsoffire.de

Aus den tiefen Wäldern Thüringens kommen Odroerir, eine weitere Band, die sich sehr mittelalterbeeinflusst zeigen und dabei angenehm frisch und sympathisch zuwerke gehen.
Der Schwerpunkt der Musik liegt beim Pagan Metal, der mit allerhand akustischen Gitarren, altertümlich anmutenden Gesangspassagen und einigen folkloristischen Elementen aufgefrischt ist, was die Sache ziemlich eingängig und kurzweilig macht.
Odroerir zeigen einiges an Talent bezüglich ihres Songwriting und geben sich sehr abwechslungsreich, wobei sich ihre Musik stets zwischen typisch teutonischem, jedoch sehr melodischem Metal und wirklich gelungenen Balladen bewegt, was "Lasst Euch Sagen Aus Alten Tagen" zu einem der wirklich guten Alben dieser Musikrichtung macht, das mit Titeln wie "Salzschlacht", "De Epcidio Thuringiae" oder "Brudermord", das die Sängerin Yvonne in bestem Licht darstellt, zu bieten hat.
Positiv sei ebenfalls bemerkt, dass die Dinge, die uns hier aus alten Tagen erzählt werden richtig gut produziert sind und das Album keinerlei Probleme haben sollte, auch in diesem Punkt mit den Größen dieser Szene mitzuhalten.
Fans des Mittelalter Pagan Metal können hier bedenkenlos zuschlagen und auch diejenigen unter Euch, die etwas für akustische Gitarrenmusik, wie sie zum Beispiel Emyrium zum Besten geben übrig haben, könnten diesem Album einiges abgewinnen. Nicht Schlecht...

Autor: [aragorn]
http://www.metal-inside.de

Hilfe! Was hat sich diese Band bei diesem Intro nur gedacht? Das grenzt an Körperverletzung, eine derart willkürliche Aneinanderreihung und schlichtweg falsch intonierte Ansammlung von Tönen habe ich bisher selten auf einer CD gehört. Hat man vor 1000 Jahren auf solchen Krach gestanden? Doch Odroerir baut wohl darauf, dass man es in dieser kurzen Ohnmacht nicht zum Stop-Knopf seines Players schafft und das ist auch gut so, denn die folgenden 7 Tracks sind mit diesem Fehltritt nicht mehr zu vergleichen. Und wäre da nicht ein Sänger der in den ruhigeren Passagen der Schalmei vom Intro um nichts nachsteht und oft eine halbe Sekunde braucht bis er den richtigen Ton findet, könnte man meinen, man hat eine gänzlich andere Band vor sich. Eben diese Band hat zwar nicht das Rad neu erfunden, gesellt sich aber immerhin in das große Mittelfeld der ordentlichen, raueren Folk Metal Combos. Der Gitarrist Fix von Menhir, der übrigens auch das Schalmei Intro verbrochen hat, überlässt hier bei Odroerir den ruhigeren Tönen das Feld. Man versucht sich eher an wirklich „alt“ klingenden Sounds – ganz anders als zum Beispiel STS - und es haben sich auch ein paar wunderschöne Lieder für das Lagerfeuer oder das gemütlich Met bei nächsten LARP verirrt („Zur Taverne“), alles in allem aber mal wieder nix Neues und durch den schlechten Gesang auch nichts Herausragendes. Allerdings will ich’s so sagen: Zum Glück singt Fix die meiste Zeit... man stelle sich nur vor er hätte öfter die Chance bekommen auf der Schalmei zu spielen! Textlich dreht sich alles um das Thüringen vor langer langer Zeit als noch die Germanen Herren des Landes waren, allerdings wird dieser „Nationalismus“, aus heutiger Sicht wohl eher „Regionalismus“, in subtiler und der Geschichte wohl gerechter werdenden Weise behandelt als dies z.B. in der entsprechenden Hymne von Eisregen der Fall ist. Für die noch lebenden Germanenmetaller unter euch ist es gut gemachte Volksmusik, für alle anderen wohl eher langweilig, denn auch die Texte (deren historischen „Wahrheitsgehalt“ ich nicht zu beurteilen mag) offenbaren wenn überhaupt nur im Detail Unterschiede: Denn wer jetzt wen, wann, wo und wieso niedergemetzelt hat wurde mir auf Dauer dann doch langweilig.

(dod)
http://www.amboss-mag.de

Im Herbst 98 wurde diese Band in den tiefsten Wäldern Thüringens von Fix, dem Ex-Drummer, jetzt Gitarristen der Landesgenossen Menhir, gegründet. Nach leidlichen Besetzungswechseln setzten sie Ende '99 als fünfköpfiges Gespann mit weiblicher Unterstützung ihren begonnen Weg fort. Und dieser führt geradewegs in die mittelalterlichen Sagen und Legenden Thüringens. Die Epen über Helden ihrer Heimat werden sowohl traditionell als auch mit modernem Pagan Metal vertont. Neben alten Instrumenten wie die Schalmei werden mit straighten Metal Riffs an der E-Gitarre verfeinert. Aber auch ruhige Akustik Passagen aus längst vergangenen Tagen gehören zu ihrem Repertoire. Die Fünf besitzen ein aussergewöhnliches Gefühl für eingängige Melodien, welche im seichten Tongewand einen balladesken Charakter versprühen. Romantische Gitarrenarbeit trifft auf teutonische Metalklänge. Der Wechselgesang aus männlichen und weiblichen Gesängen gipfelt auch schon mal in eindringlichen Chorälen. Zwischen ruhigen Songs erschaffen sie auch brachiale Härte, welche in aggressiven dunklen Vocals zum Ausbruch kommen. Die Erzählungen sind meist in alten Sprachformen gehalten. Die perfekte Begleitmusik für heidnische Rituale in der Natur. Die acht Stücke schaffen es spielerisch, den gängigen Größen der Szene Paroli zu bieten und zeigen beeindruckend das Potential der Band auf, welches vor Ideenreichtum und perfekten Songwriting nur so sprüht.

(andreas)
http://www.metal.de

Mittelalter... Bei dem Begriff denkt der vorbelastete Kuttenträger wohl zunächst an hupende Schalmeien, an grinsefest umherdudelnde Faxenmacher, an rapunzelhaarige Bühnen-Kriemhilden, welche eigentlich allezeit zum singen oder zum fiedeln verflucht sind; dem historisch weniger Sattelfesten kommt vielleicht noch ein prügelnder Gallier in den Sinn. Und natürlich: der heidnisch-orthodoxe Freigeist wird spätestens an dieser Stelle das Stichwort „germanische Mythologie“ einwerfen. Nach dem Genuss von „Lasst Euch sagen aus alten Tagen...“ jedoch muss man seinen Assoziations-Fundus in diesem Zusammenhang um Vokabeln wie „Thüringen“, „Menosgada“ oder „Staffelberg“ eilends erweitern. Denn obschon auch die erstgenannte Beikost auf dieser Debüt-CD mehr oder weniger Anwendung findet, liegt der Schwerpunkt dieser Interpretation von Mittelaltermusik erfrischend abseits jener mittlerweile stark frequentierten Pfade, die einst von Bands wie In Extremo oder Subway To Sally angelegt wurden. Dies mag nicht zuletzt Verdienst einer, im Gegensatz zur Konkurrenz, hier chronologisch etwas früher gelagerten Konzeptbasis sein, die streng genommen auch die Berechtigung der Definition „Mittelaltermusik“ hier in Frage stellt: Die fünf Thüringer huldigen auf ihrem Debüt lyrisch ihrer Herkunft und ihren Vorfahren zu Zeiten des großen germanischen Völkertums, also noch gute 1200 Jahre vor Inquisition und Daumenschrauben. Im Laufe von acht Titeln bringt mal ein grimmiger Krieger in Erzählerform Kunde von alten Tagen, an anderer Stelle bekommt man aus feurig aggressivem Drachenschlund wilde Schlachten zwischen Chatten und Hermunduren geschildert. Meistenteils jedoch weichen diese Sangesformen den leidlich pathetischen männlichen Cleanvocals, die zwar stellenweise eine heiße Kartoffel im Rachen des Protagonisten argwöhnen lassen, aber im Allgemeinen sehr charakteristisch und eigenständig dem Gesamtbild Wiedererkennungswert verleihen. Hin und wieder sorgen auch einige vokale Intonationsschwächen für Verunreinigung, aber gerade die vielseitigen Chorvarianten und der unaufdringliche weibliche Beistand am Mikro lassen an der Seriosität des Produktes wenig Zweifel. Neben fegenden, jedoch stets euphonischen Gitarrenstürmen halten immer wieder wunderschöne akkustische Lagerfeuer-Passagen („Brudermord“, „Dolmar“) Einzug in das Geschehen, in welche sich die darstellende Dramatik des Chorals vortrefflich einwindet. Wie eingangs im (nach heutigen Hörgewohnheiten) gnadenlos schrägen Schalmeien-Irrsinn „Präludium“ schon einmal angedeutet, lebt man schließlich in „Zur Taverne“ auch den metseligen medivalen Frohsinn trefflich aus. – Wer über einige musikalische Unausgewogenheiten unverkrampft hinweg sehen kann, den vermag dieser fundierte und emotional intensive Einblick in die Thüringer Vorvergangenheit in den Bann prämedivaler Sagenhaftigkeit zu ziehen.

him Punkte: 8/10
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Mag der Name auch schlecht auszusprechen sein, merken sollte man ihn sich jedenfalls, denn die Thüringer bieten uns in vierzig Minuten eine historische Reise durch ihre Heimat! Mit Wehmut erinnert man sich an gloreichere Schlachten, klagt über frewelhafte Taten, besingt die Heimat und stößt an auf ein Gläschen Met... "Nur Honigwein der Schmeckt so gut, da gefällt uns sogar die dicke Ruth". Na denn, Spaß scheint man zu haben! Und dies vermittelt auch die Musik, denn man spielt eine freundliche Mischung aus Folklore und Metal die stets passend erscheint und nicht verkrampft wirkt. Locker eingebunden in den Liedern sind Pferdegetrappel und andere Feinheiten, so daß ein sehr lebendiges Klanggebilde entsteht. Dazu trägt ebenfalls die breitgafächerte Sangespalette bei. Von rauhen, dunklen Tonlagen, über gesprochene Passagen, Chöre und den klaren Gesang Ivonnes findet sich alles, was einen - ich sag mal - "heidnisch-traditionellen" Metal ausmacht. Eine schöne Scheibe, die man sich in saufseeliger Runde sehr gut anhören und gegebenenfalls einstimmen kann. So und nun werd' auch ich meine Metbestände plündern... Und ihr geht derweil die CD kaufen und hört euch "Iring" an, wenn das nicht überzeugt, dann weiß ich auch nicht weiter!
"Es ist schon spät der Kopf ist schwer
und das Faß mit Met ist leer."
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Dass das Mittelalter zumindest in der Musikszene quicklebendig ist, kann man seit einigen Monaten nicht mehr übersehen. Eine wahre Schwemme mittelalterlich-folkloristischer Bands drängt in die bundesdeutschen CD- Regale. Und es gibt immer wieder einige interessante Neuentdeckungen darunter. Wie auch Odroerir aus Thüringen. Ihr Debut-Album "Lasst Euch sagen aus alten Tagen" ist dabei nur bedingt mittelalterlicher Folkrock zu nennen. Denn Odroerir spielen beinharten Heavy Metal und Punk, der mittelalterliche Melodien lediglich als Ausgangsbasis für Musik und Text nimmt. Also: E- Gitarre und Schlagzeug sorgen dafür, dass es in den 8 Songs des 41-minütigen Albums ganz ordentlich zur Sache geht. Da ist das fast Rammstein-mäßige Metalmassaker "Menosgada", das bombastische Mann-Frau-Duett "Salzschlacht" oder die Hymne an ihre Heimat "De Excidio Thuringiea"; ruhiger wird es nur bei der Ballade "Brudermord" und dem träumerischen "Dolmar". Ein Album, dass wie eine Mischung aus frühen Platten von "Subway to Sally" und den "Inchtabokatables" klingt.

(Olaf Plotke - 09/01)
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Exklusiv und (wahrscheinlich) nur bei uns gibt es bereits jetzt schon eine Besprechung zum zukünftigen Album. VÖ steht leider noch nicht fest. Also. Wie nicht anders zu erwarten haben Odroerir die Qualität des Demos locker halten, ja sogar überbieten können. Tatsächlich haben es Odroeror geschafft, etwas Besonderes zu erschaffen. Es gibt viele Bands die Pagan Metal oder Viking Metal oder was auch immer spielen. Aber dies ist seit Mithotyns Debüt die erste Platte der ich Originalität und Eigenständigkeit bescheinigen würde. Sie verwenden viele Zutaten, wie Heldengesang, Frauengesang, Krächzgesang, Keyboards, Geigen, Schalmeien, Akustikgitarren, Flöten und nicht zu vergessen eine RASSEL. Doch alles zu seiner Zeit, an der richtigen Stelle. Man bekommt nie einen Misch-Masch vorgesetzt und die Band behält jederzeit den Überblick. Drei Songs vom Demo sind auch wieder vertreten. Dazu kommen 5 neue Stücke. Hervorheben möchte ich "Zur Taverne". Ich sag nur "Bier ist alle und keiner will heim". Jetzt ist jedem klar worum es sich inhaltlich dreht. Mehr will ich dem Interview jetzt nicht vorgreifen. Der Refrain ist so urspünglich, fröhlich und mittelalterlich, daß es mit dem dreckigen Gesang fast schon als Punk durchgehen könnte. Klingt vielleicht nicht ganz logisch, ist aber so. Könnte auch von Slime oder so stammen (nagelt mich jetzt nicht fest - ich hab das nicht mehr gehört seit ich 14 war). Wer weiß, vielleicht waren unsere Vorfahren ja Punker?? Nein Spaß bei Seite. Der im Demo-Review noch kritisierte Frauengesang hat sich tatsächlich verbessert. Ihr seht wie begeistert ich bin. Es ist schwer in Worte zu fasssen, was man bei dieser Musik für Empfindungen empfindet (wollt ich schon immer mal schreiben, hihi). Gnadenlose 9,5 Punkte. Bei solcher Musik will ich mehr Spielzeit haben, egal wie lang die Platte ist.

(9.5, Falk)

Nachtrag: Ich kenne dieses Album nun fast schon ein Jahr und je öfter ich es höre, desto größer wird meine Sucht danach. Die Thüringer haben tatsächlich seit langer Zeit mal wieder geschafft VÖLLIG EIGENSTÄNDIGE Tonkunst zu erschaffen. Eine treffendere Bezeichnung als Heimat Metal fällt mir nicht ein. Versammelt euch um ein Lagerfeuer und hört Odroerir und ihr werdet verstehen. Augrund des Hörmarathons der letzten Wochen korrigiere ich meine Bewertung von vor 9 Monaten, der lediglich ein Promo Tape zu Grunde lag (siehe bei Demos), nach oben und gebe gerne die Höchstpunktzahl.

(10, Falk)
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Südlich des Thüringer Waldes, da wo die wahren Thüringer zu Hause sind (O-Ton derer, die südlich des Thüringer Waldes wohnen) entstammen ODROERIR her. Sie berichten von vergangen Zeiten, dem Schatz der Thüringer und allerhand alten Geschichten. Verpackt in eine Mischung aus traditioneller Musik und harten Metalklängen. Kopf der Band, Fix von Menhir, dürfte sicherlich einigen von Euch bekannt sein. Anmutig und erhaben kommen ODROERIR daher, wissen mit ihrer eigenständigen, gefühlvollen Musik zu überzeugen. Nein, ich bin mir sicher, Bands wie ODROERIR gibt es nicht viele und auch wenn manche von Euch zweifeln mögen, diese Band hat definitiv ihre Nische gefunden und fühlt sich darin prächtig wohl. Besonders dann, wenn die Gänsehaut Melodien erklingen, die nicht nur einmal an Hollenthon erinnern, wird mir ganz warm ums Herz. Es ist wie eine Zeitreise, auf die uns ODROERIR entführen. Eine Zeit, die fremd erscheinen mag, aber beim näherem Betrachten doch liebevoll und vertraut erscheint. Odin hätte ganz sicher seine Freunde an diesem Werk gehabt. Freunde abwechslungsreicher, ergreifender Musik und Melodien sollten ODROERIR unbedingt antesten. (VW)

Volkmar Weber  11 Punkte

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